Aufbau eines Wasserverteilungssystems und Gründung einer Wassergenossenschaft

Der Bau von Brunnen und die Wasserdistribution in allen Varianten sind wichtige Schwerpunkte der von Clean Water finanzierten Aktivitäten. Sie sind Chance und Grundvoraussetzung für eine nachhaltig bessere Lebensqualität. Und mit der Gründung einer Wassergenossenschaft soll sichergestellt werden, dass die Dorfgemeinschaft das neue Wasserverteilungssystem lange nutzen kann.

Clean Water in Tansania

Kibakwe ist ein Dorf in Tansania mit derzeit 8 000 Einwohnern. Auf Grund des Bevölkerungswachstums ist die neue Anlage auf 10 000 Personen ausgerichtet. Ohne dieses Brunnenbohrprojekt müssten die Einwohner von Kibakwe mit etwa 2-3 Litern Wasser pro Tag und pro Einwohner auskommen. 

In Zusammenarbeit mit den lutherischen Kirchengemeinden in Eldagsen (Deutschland) und Kibakwe (Tansania) ermöglicht die Clean Water Stiftung den Bau eines Verteilernetzes und einer solarbetriebenen Pumpstation in einem neuen Tiefbrunnen. Um den Erhalt der Anlage und des gesamten Systems sicherzustellen, gründeten die Projektmitglieder eine Wassergenossenschaft, die für den Betrieb und die Instandhaltung des Wasserverteilungssystems zuständig ist und die Einnahmen aus der Wasserverteilgebühr verwaltet. Das eingenommene Geld darf ausschliesslich in Zwecke für die Genossenschaft investiert werden.

  • Durchschnittlich 300 000 Liter Wasser fliessen täglich in das neue Verteilernetz
  • 92 Wasserabgabestellen sind in Betrieb
  • 8 000 Meter an Wasserleitungen wurden verlegt und 60 Wasserzähler installiert

Von der Quelle in den Bergen fliessen täglich durchschnittlich 300 000 Liter Wasser von einem Hochbehälter über sechs Verteilleitungen in das weit verzweigte Dorf-Netz. Insgesamt wurden 8 000 Meter neue Wasserleitungen verlegt, mit einer Vielzahl an Rohrverbindungen, Bögen und T-Stücken. Alle 60 Wasseruhren, von den Stadtwerken Bremen gesponsert, wurden eingebaut und der installierte Filter in der Quellleitung funktioniert ordnungsgemäss.

Die Wassergenossenschaft arbeitet stetig am Erhalt und dem weiteren Ausbau des Wasserversorgungsnetzes von Kibakwe. Bei Bedarf wird sie weiterhin von den Projektverantwortlichen unterstützt.