Es ist nicht nur die Technik, die überzeugen muss

10.11.2015 18:05

Im Süden Österreichs, nahe des östlichen Ufers des Wörthersees – in einer bekannten Fremdenverkehrsregion, die mit dem Slogan „Urlaub bei Freunden“ wirbt – befindet sich in Klagenfurt der Standort von Philips Austria GmbH.

Philips_Great_Place_To_Work-2015

1962 gegründet und seit 1970 zum Philips Konzern gehörend, entwickelte sich aus dem ehemaligen Haushaltsgerätewerk eines von fünf Kompetenz- und Entwicklungszentren für Consumer Lifestyle.Am Standort Klagenfurt werden Produktinnovationen für die Bereiche Körperpflege, Haarpflege, Haushalt sowie Gesundheit und Wellness für den Weltmarkt entwickelt. Ausserdem werden Schlüsselkomponenten, wie Schneidelemente für Bart und Haarschneider, Epilierköpfe oder Schwingköpfe für die Schall-Zahnbürste Sonicare hergestellt.

Philips Austria ist fest entschlossen, die Entwicklung des Unternehmens zu einem führenden Konzern für Gesundheit und Wohlbefinden, mit Ideen und Qualität zu unterstützen. Notwendig dazu sind permanente Forschungsanstrengungen sowie die ständige Entwicklung von Zukunftstechnologien und neuen Produkten. Eine Kombination aus langjährigem Knowhow, innovativen Konstruktionsmöglichkeiten, Rapid-Prototyping, hochpräzisen Fertigungsmöglichkeiten im Formen- und Werkzeugbau, bis hin zur Umsetzung modernster Produkt-ionslösungen, machen hier den Unterschied aus.

Neben allen technischen Aspekten, stehen bei Philips Austria die Mitarbeitenden stark in der Gesamtbetrachtung des Unternehmens. Ihnen werden zahlreiche interne Fortbildungs-massnahmen und Aktivitäten zur Erhaltung ihrer Gesundheit angeboten. Genau aus diesem Grund wurde Philips Austria GmbH im Jahr 2015, das zweite Jahr in Folge, wieder zum besten Arbeitgeber Österreichs gewählt.

In den drei Produktsegmenten Haushaltsgeräte, Körperpflege und Schlüsselkomponenten werden kontinuierlich neue Produkte entwickelt. Ein Team von 330 hochmotivierten und innovativen Technikern aus 14 Nationen entwickelt jährlich rund 25 neue Produkte, von der Designstudie, über den Prototypenbau bis hin zum produktionsfertigen Werkzeug.

Beispiel für Produkte und Werkzeuge:

Visapure_Neo_HaarschneiderLanghaarschneider „NEO“ und Gesichtsreinigung „Visapure“
Mehrfach_Werkzeug_Schwingelement_01Beispiel Mehrfachwerkzeug für Schwingelement in einer elektrischen Zahnbürste
Epilier_Palette_Scherkopf_Palette_Zwei Beispiele für Schlüsselkomponenten sind Schneidelemente für Langhaarschneider und Epilierköpfe
Epilier_Messer_02

Nur allein von den Schneidelementen für Langhaarschneider und den Epilierköpfen werden pro Jahr 36 Millionen Stück produziert, was einer Tagesproduktionsmenge von ca. 100‘000 Stück entspricht. Daraus resultieren enorme Stückzahlen an Einzelteilen. Beispielsweise werden für die Herstellung der Epilierköpfe monatlich 2.8 Millionen Pinzetten-Scheiben gestanzt.

Stempel_Matrize_03

Eine derart hohe Stückzahl an Präzisionsteilen erreicht man nur mit Werkzeugen in höchster Oberflächenqualität und reproduzierbarer Genauigkeit. Stempel und Matrizen werden aus Hartmetall drahterodiert.

„Und nicht zu vergessen: Austauschteile für die Produktion - mit Schnittluft unter einem hundertstel Millimeter - müssen passen, und nicht erst manuell ‚hingefummelt‘ werden“, äussert Dipl.- Ing. Günther Freimuth.Bereits seit 1981 wird bei Philips Austria drahterodiert. Es begann mit einer AGIE DEM 315. Zur damaligen Zeit eine revolutionäre Erodiermaschine in Bezug auf Präzision und Ober-flächenqulität. In den 90iger-Jahren folgten die AC 200D + SF, und die AC 250HSS. Beides Erodiermaschinen, die eine kontinuierliche, innovative Entwicklung im Bereich der Drahterosion ermöglichten.

Im Jahr 2001 investierte Philips Austria in eine AC Excellence 2; zu dieser Zeit eine absolute Highend- Drahterodieranlage. Bis heute produziert die AC Excellence 2 Stempel und Matrizen in Hartmetall in höchster Qualität. Als Anfang 2014 eine Nachfolgemaschine für die AC 200C+SF gesucht wurde (die AC 200D + SF hat 23 Jahre zuverlässig ihren Dienst geleistet und war nicht mehr produktiv genug), war das erklärte Ziel, wieder in eine zukunfts-weisende Technologie zu investieren.

„Um uns den Entwicklungen am Markt nicht zu verschliessen, verglichen wir verschiedener Anbieter. Wir liessen Vergleichsarbeiten durchführen, um den Benchmark im Drahterodieren zu erfassen. Technologien, wie auch Preise unterschieden sich zum Teil extrem“, erklärt Freimuth den Aufwand in der Evaluierungsphase.

Der Kaufentscheid fiel dann im Juni 2014 für eine CUT 2000 S mit AWC von GF Machining Solutions. Ausschlaggebend für die CUT 2000 S waren die erzielte, hohe Präzision und Oberflächenqualität der Musterteile, die im direkten Vergleich sehr guten, niedrigen Bearbeitungszeiten, sowie viele funktionelle Features, wie AWO (automatische Drahtverschleisskompensation), AWC (automatisches Wechseln zwischen zwei Drahtsystemen), DuoTec (fertige Bearbeitungstechnologien für unterschiedliche Drahtdurchmesser), 3D – Setup (automatisches Ermitteln der Werkstückebene), integrierte Automatismen in der VISION – Control, und weitere.

CUT-2000-S-AWC

Die CUT 2000 S eröffnet eine neue Dimension in der Fertigungstechnik. Das Zweidraht-system AWC in Verbindung mit den Duo – Technologien. Der AWC ist ein absolutes Highlight, wenn es darum geht, auf Werkstücken minimale Innen-/Eckenradien in optimaler Zeit zu erzielen. Von diesen kleinen Eckenradien gibt es bei Philips Austria bei einigen Werkzeugen sehr viele, wie beispielsweise beim Prägewerkzeug für Schneidklingen:

Scherkopf_01

Ausgerüstet mit Draht D=0,20 mm auf dem System 1 und Draht D=0,10 mm auf dem System 2 ermöglicht die CUT 2000 S eine, bis heute nicht gekannte Flexibilität und Produktivität in der Drahterosion. „Im direkten Vergleich zu den Drahterodiermaschinen vor der CUT 2000 S konnten wir an vielen Werkzeugen die Fertigungszeiten um über 30% reduzieren“, so beschreibt Freimuth die ersten Erfahrungen zur Produktivität der CUT 2000 S.

Denn was früher bereits ab dem Hauptschnitt mit dem kleineren Drahtdurchmesser geschnitten werden musste, kann heute mit Draht D=0,20 mm vorgeschnitten werden. Für die folgenden Nachschnitte wird automatisch (über die Technologieauswahl – DuoTec) der dünnere Draht eingeschwenkt – vollautomatisch – ohne Bedienereingriff. Egal, ob Bearbeitungen in Stahl oder Hartmetall, das Technologiespektrum der CUT 2000 S reicht bis zu Oberflächenqualitäten von Ra = 0,10 μm und Werkstückhöhen bis zu 100 mm.

Maschine_&_Leute_03v.l.n.r: Christian Wigoutschnig, Operator WEDM, Dipl.-Ing. Manfred Ladurner, Senior Manager Key Component Manufacturing, Erich Tropper, Operator WEDM, Dipl.–Ing. Günther Freimuth (Manager Process Engineering)

Und nebenbei fertigt die CUT 2000 S noch in einer neuen Dimension an Präzision. Das duale Messsystem ist ein Garant für höchste Genauigkeit im Raum und am Teil. So verweist Christian Wigoutschnig auf eine interessante Erkenntnis: „Konnten früher schlecht aufgelöste CAD-Konturen gelegentlich vernachlässigt werden, so wird heute jedes Geometrieelement in einer bis dahin nicht gekannten Detailtreue abgebildet. Bei einer Oberflächenrauheit von Ra = 0,10 μm können sogar Konturübergänge von wenigen Mikrometern als optische Unregelmässigkeit am Werkstück gesehen werden“.

Es ist nicht nur die Technik, die überzeugen muss: Die Kombination aus Maschinen-lösung und technischem Support machen den Unterschied aus. GF Machining Solutions ist ein langjähriger, kompetenter Partner von Philips Austria. Es bietet Philips alles, was eine erfolgreiche Zusammenarbeit ausmacht, und unterstützt dabei den hohen Ansprüchen des Marktes gerecht zu werden.

Maschinen bei Philips Austria GmbH:

1 x CUT 2000 S mit AWC

1 x AC Excellence 2

1 x Agiecut 250 HSS

1 x Agietron Impact 3

1 x Agietron Innovation 3

1 x DRILL (SD-1)

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Weitere Informationen:

Elke P. Magnin
Media Relations & Communication Manager
GF Machining Solutions
Ipsachstrasse 16
2560 Nidau
Schweiz

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