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Verantwortung und Engagement

Seit 1997 erfasst und bewertet GF die Umweltkennzahlen. Das weltweite Berichtssystem wurde 2005 um Sozialkennzahlen erweitert und zum Sustainability Information System (SIS) ausgebaut. Verschiedene Leitbilder, beispielsweise der Verhaltenskodex, unterstützen die Verankerung und Umsetzung in den 32 Ländern, in denen GF aktiv ist.  

Zielsetzung //

Die heute gültigen Nachhaltigkeitsziele wurden von der Konzernleitung festgelegt und umfassen einen Zeitraum von fünf Jahren (2010 – 2015). Aus diesen quantifizierten und konzernübergreifenden Vorgaben leiten die Divisionen und Konzerngesellschaften ihre operativen Umwelt- und Sozialziele ab. Die Einhaltung der Ziele wird mit Hilfe eines konzernweiten Reportingsystems überwacht. Zu den Umweltzielen zählen beispielsweise die Reduktion der CO2-Emissionen und die Verbesserung der Energieeffizienz. Die sozialen Ziele  enthalten u.a. verringerte Unfall- und Absenzenraten und die Förderung der Mitarbeitenden durch zeitgemässe Trainingsprogramme. In den allgemeinen Nachhaltigkeitszielen ist die Verankerung der Nachhaltigkeitsaspekte in der Zusammenarbeit mit den Lieferanten (Lieferantenkodex) festgelegt. Im Juni 2013 publizierte GF seinen letzten Zwischenbericht mit ausführlichem Datenmaterial. Die  Berichterstattung folgt den Richtlinien der GRI (Global  Reporting Initiative).  

Sparkles

Tools und Systeme

Managementsysteme //

2007 beschloss GF, alle Produktionsstandorte nach OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series) zertifizieren zu lassen. Mit diesem Zertifizierungsstandard, der kompatibel zu ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und ISO 14001 (Umweltmanagement) ist, werden Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in das Managementsystem integriert. Per Ende Jahr waren von 47 vorgesehenen Standorten 45 zertifiziert, was einer Quote von 96% entspricht. Neu gegründete oder übernommene Produktionsgesellschaften müssen spätestens nach drei Jahren die OHSAS-Zertifizierung erlangen.

Reportingsysteme //

Die 1997 begonnene systematische Erhebung der Nachhaltigkeitskennzahlen wird von allen Produktionsgesellschaften sowie allen Verkaufsgesellschaften mit mehr als zehn Mitarbeitenden vorgenommen. Darunter fielen im Berichtsjahr 95 Betriebe, die annähernd 100% aller Beschäftigten abdecken. Durch das Sustainability Information System (SIS), das über die Jahre stetig ausgebaut wurde, ist die konzernweite Erfassung und Vergleichbarkeit sichergestellt.

Im internen «Contaminated Land Register» (CLR) sind all jene Standorte ersichtlich, bei denen ein Verdacht auf mögliche Altlastenprobleme durch Verunreinigungen des Bodens besteht. Es sind keine Verdachtsflächen bekannt, die Massnahmen erfordern. Das CLR-Verzeichnis wird regelmässig aktualisiert.

Durch organisatorische Massnahmen, Schulungen sowie Information und Beratung wird sichergestellt, dass die Konzerngesellschaften die Gesetze und die  im Konzern geltenden geschäftsethischen Grundsätze einhalten. Die Berichterstattung an die Konzernleitung und den Verwaltungsrat erfolgt jährlich. Verbindliche Weisungen stellen sicher, dass bei wichtigen Themen eine Ausnahmen vom Grundsatz der Legal Compliance möglich sind. Mitarbeitende können Verstösse gegen das Gesetz oder interne Richtlinien auf Wunsch auch anonym an den/die Vorgesetzte(n), die Konzernrevision oder direkt dem Compliance Officer melden. Diese Möglichkeit für «Whistleblowing» ist ein weiteres Instrument, um unrechtmässiges Verhalten zu bekämpfen. 2013 wurde diese Möglichkeit nicht in Anspruch genommen.

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Soziale Ziele

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

In allen Produktionsgesellschaften werden Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz als Teil des Management-systems integriert und dieses nach OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series) zertifiziert. Eines der Nachhaltigkeitsziele, das die Konzern-leitung definiert hat, ist die Reduktion der Unfallrate um 15% bis 2015.

Auf Unternehmensebene konzentriert sich eine Arbeitsgruppe auf umfassende Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz für alle GF Standorte weltweit. Obwohl es im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz eine Abnahme der Unfälle gab, ereigneten sich 2013 traurigerweise sechs Todesfälle. Bei zwei der Toten handelt es sich um Mitarbeitende externer Unternehmen. Diese Unfälle wurden genau untersucht und Massnahmen wurden eingeleitet, um die Sicherheit im gesamten Unternehmen zu maximieren. Jeder Todesfall ist einer zu viel und wird nicht akzeptiert.

Aus- und Weiterbildung // GF verfügt über eine lange Tradition in der Lehrlingsausbildung. Wir werden auch in Zukunft bestrebt sein, den bereits hohen Anteil Auszubildender an der Belegschaft aufrechtzuerhalten und attraktive Ausbildungsplätze in der beruflichen Grundausbildung anzubieten. Bestandteil dieser Unternehmenskultur in der Ausbildung ist es auch, interessierten Schülern frühzeitig Einblicke in mögliche Ausbildungsgänge zu gewähren. Insgesamt hat GF im Jahr 2013 476 Ausbildungsplätze in verschiedenen Berufen technischer und kaufmännischer Richtung angeboten, davon 199 in der Schweiz.

Insgesamt hat GF 476 Ausbildungsplätze in Berufen technischer und kaufmännischer Richtung angeboten, davon 199 in der Schweiz.

Mitarbeitende 2013 geografisch in %

Managementausbildung //

Seit Jahren betreibt GF einen klaren Managemententwicklungsprozess. Offene Positionen im Senior Management können so mehrheitlich durch interne Kandidaten besetzt werden. Durchgeführt wurden im Berichtsjahr auch die für die Aus- und Weiterbildung unserer Führungskräfte wichtigen Kurse, wie das Industrial Business Training (IBT), das Financial Management Training (FMT), das People Management Training (PMT) sowie das Corporate Management Training (CMT). Im Berichtsjahr wurde ein zusätzliches Training, das Business Economics and Finance Training (EFT), eingerichtet. Es ist auf die speziellen Bedürfnisse in China zugeschnitten und wird in der Sprache Mandarin gehalten. Rund 200 Führungskräfte aus verschiedenen Regionen und allen Bereichen des Konzerns absolvierten die intensiven und individualisierten Trainingstage im konzerneigenen Aus- und Weiterbildungszentrum.  

Zudem wurde die konzernübergreifende Initiative zu Führungsfragen und Zusammenarbeit – basierend auf den Programmen des Management-Trainingsinstituts FranklinCovey – weitergeführt. Führungskräfte und   Mitarbeitende aus allen Divisionen durchlaufen diese Trainingskurse. Darüber hinaus führen die drei Divisionen eigene Trainingsprogramme durch, die speziell auf die operativen Tätigkeiten der jeweiligen Bereiche ausgerichtet sind.

 

Nettowertschöpfung //

Der Gewinn steht im Zentrum jeder Firmenberichterstattung. Für die Volkswirtschaft ist hingegen die Nettowertschöpfung ein Faktor von grosser Bedeutung. Die Nettowertschöpfung beziffert jenen Mehrwert, der nach Abzug aller externen Kosten zur Verfügung steht. Bei GF betrug die Nettowertschöpfung im Jahr 2013 CHF 1,132 Mia. nach CHF 1,078 Mia. in 2012. Über 80% dieser Summe wurde in Form von Gehältern an die Mitarbeitenden ausbezahlt. An die öffentliche Hand gingen 3% über Steuern und Abgaben.

Verteilung der Nettowertschöpfung

Information //

Die Mitarbeiterzeitung GLOBE informiert alle Mitarbeitenden auch über nachhaltigkeitsrelevante Themen und erscheint regelmässig in sechs Sprachen.

Die Nachhaltigkeitszeitung ZOOM, für Geschäftsführer und Fachexperten, wurde in die Mitarbeiterzeitung GLOBE integriert. Informationen über aktuelle Anlässe, Nachhaltigkeitstrends in der Gesellschaft und Aktivitäten bei GF sind nun in der Mitarbeiterzeitung GLOBE zu finden.  

Austausch Best Practice //

Das Senior Management behandelt jährlich an der zweitägigen Konzernkonferenz sowie an regionalen Geschäftsführertagungen, unter der Leitung des Präsidenten der Konzernleitung wesentliche strategische und operative Fragen. Im vergangen Jahr nahmen 150 Geschäftsführer an diesen Tagungen teil. Die Themen Strategie und Finanzmanagement, sowie Human Resource Management wurden diskutiert. Die zweitägige Nachhaltigkeitskonferenz ist eine wichtige Plattform, an der divisionsübergreifender Austausch von verschiedenen Perspektiven gefördert wird. Zum ersten Mal fand die Konferenz in Suzhou (China) statt und behandelte aktuelle Nachhaltigkeitsthemen des Konzerns und der Divisionen in den Bereichen Umwelt, Energie und Arbeitssicherheit. Auf Konzernebene waren die Nachhaltigkeitsziele bis 2015 das Hauptthema, deren Stand der Umsetzung wurde intensiv diskutiert. Es folgten der Austausch weiterer Fachinformationen aus den Divisionen sowie Gastreferate externer Fachexperten. Die Konferenz wurde zweisprachig, in Mandarin und Englisch abgehalten. HR Manager, Occupational Health and Safety Experten, Energie Experten und Umweltmanager aller chinesischen Konzerngesellschaften nahmen an der Konferenz teil und vertraten somit die über 3 000 Mitarbeitenden, die diese chinesischen Konzerngesellschaften zählen.   

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Umweltziele

Energie

Zu den Herausforderungen der Zukunft zählen der Klimawandel, die Endlichkeit fossiler Energieträger und ein stark steigender Energiebedarf. 2012 verursachte GF rund 708 000 Tonnen CO2 Emissionen; davon entfielen 255 000 Tonnen auf fossile Brennstoffe und 445 000 Tonnen auf Strom. Etwa 8 000 Tonnen verursachten die geschäftlich bedingten Autofahrten und Flüge. Die Resultate für das Jahr 2013 werden im Nachhaltigkeitsbericht 2013 veröffentlicht.

Energieeffizienz //

Energie wird in den kommenden Jahrzehnten zu den wichtigsten und immer knapper werdenden Gütern zählen. Der Verbrauch steigt insbesondere in aufstrebenden Ländern laufend an – gemäss der Internationalen Energieagentur um 45% in den kommenden 20 Jahren. GF hat sich zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienz in der Produktion in jeder Division um 10% zu steigern. Sämtliche Divisionen von GF entwickeln innovative Lösungen, z.B. strömungseffiziente Membranventile, leichte Komponenten für Fahrzeuge oder energieeffiziente Maschinen. Darüber hinaus tragen alle Divisionen von GF mit ihren Produkten und Lösungen dazu bei, die Energieeffizienz im Betrieb zu erhöhen und den Verbrauch zu senken. So kann mit strömungsoptimierten Ventilen die Pumpleistung einer Anlage verringert werden. Ein anderes Beispiel: Energieeffiziente Generatoren in Bearbeitungsmaschinen verringern en Stromverbrauch. Eine weitere Reduktion des Energieverbrauchs wird durch eine intelligente Maschinensoftware erreicht, indem diese den Stromverbrauch von Maschinen während der Betriebszeit und des Ruhezustands optimiert.

Ressourceneffiziente Innovation //

Neben der Energie werden auch wichtige Rohstoffe knapp und verteuern sich. Die Preise für das wichtige Produktionsmittel Rohöl sind in den letzten Jahren gestiegen. Aufgrund dessen wurden in den Entwicklungsabteilungen Verfahren zur ressourceneffizienten Innovation (Eco Design, Life Cycle Assessment) eingeführt. Diese Verfahren helfen, bereits bei der Entwicklung neuer Produkte sicherzustellen, dass die Aspekte der Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz berücksichtigt werden. Neben der Entwicklung muss der gesamte Lebensweg eines Produkts betrachtet werden. Von der Auswahl der Rohmaterialien und Lieferanten, der Produktion, dem Einsatz der Produkte beim Kunden bis hin zur Wiederverwertung nach Ablauf der Lebensdauer werden die Auswirkungen neuer  Produkte auf die Umwelt analysiert.

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Engagements

Clean Water

Bei ihrer Gründung anlässlich der Generalversammlung 2002 wurde die Stiftung Clean Water mit CHF 3,5 Mio. alimentiert. Bis heute hat GF der Stiftung mehr als CHF 8 Mio. zugesprochen. Dies ermöglichte die Umsetzung von über 110 Projekten in mehr als 50 Ländern auf vier Kontinenten. Aus Anlass des Zehnjahr-Jubiläums der Stiftung Clean Water, vereinbarten GF und die Caritas Schweiz eine Zusammenarbeit im Bereich Trinkwasserversorgung. Die Stiftung Clean Water von GF stellt dafür einen Beitrag in der Höhe von CHF 1 Mio. zur Verfügung. Damit kann Caritas bis 2015 mindestens 35 000 Menschen weltweit einen nachhaltig besseren Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen. Im Rahmen dieser Partnerschaft sehen GF und Caritas Schweiz auch einen regel-mässigen Informationsaustausch von Fachleuten vor. Die Division GF Piping Systems steht der Caritas mit ihrem Knowhow und ihrer Expertise in der Wasser-aufbereitung und - Verteilung beratend zur Seite. Das Hauptziel ist, durch innovative Methoden eine spürbare Verbesserung im Zugang zu trinkbarem Wasser zu schaffen.

116 Clean Water Projekte weltweit

Im Oktober 2013 besuchten Repräsentanten der Clean Water Stiftung zusammen mit Mitgliedern der Caritas Schweiz verschiedene Dörfer in Tadschikistan im Distrikt Muminabad, an der Grenze zu Afghanistan. In diesen Dörfern finanzierte GF mit seiner Clean Water Stiftung im Jahr 2010 und 2012 Wasserprojekte. Die Clean-Water-Repräsentanten und die Mitglieder der Caritas Schweiz konnten dort an den Eröffnungsfeiern der Wasserinstallationen teilnehmen. Sie besuchten auch Wasseraufforstungs- und Wassermanagementprojekte. Die gesamten Wasserversorgungssysteme, die einfach und funktional sind, wurden in Zusammenarbeit von Caritas Schweiz und der lokalen Konstruktionsgesellschaft «Obi Zulol» erstellt.  

Der Stiftungsrat hat 2013 acht neue Projekte mit knapp CHF 400 000 in Bangladesch, Bolivien, Bosnien Herzegowina, Kongo, Indonesien, Kenia, Vietnam und auf den Philippinen für die Opfer des Taifuns Haiyan unterstützt.

Beitrag zum Gemeinwohl //

GF unterstützt Mitarbeitende, die sich für das Wohl ihrer sozialen Gemeinschaft einsetzen. Gemäss seinen Grundwerten und Leitlinien verpflichtet sich GF, kulturelles, soziales und ökologisches Engagement zu fördern und zum Gemeinwohl beizutragen. Bei vielfältigen Projekten engagieren sich die Holding und die Konzerngesellschaften im Umfeld ihrer jeweiligen Standorte. 2013 sind dafür auf Konzernebene etwa CHF 2 Mio. aufgewendet worden. Darüber hinaus unterstützen rund 30 Konzerngesellschaften lokale Aktivitäten mit teilweise beachtlichen Beiträgen.

Nachhaltigkeitsdialog //

Auch für Kunden von GF sind Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz zentrale Anliegen, wie etwa in der Fahrzeugindustrie. Neben Technik, Qualität und Preis ist auch der Nachweis einer nachhaltigen Produktion für eine Berücksichtigung als Lieferant massgebend. GF Automotive wurde im November 2013 erneut zum «Daimler Sustainability Dialogue» in die Konzernzentrale eingeladen. Über 100 Interessensvertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft diskutierten das Thema der Nachhaltigkeit.

Auszeichnungen //

Das klare Bekenntnis von GF zu nachhaltigem Handeln wird regelmässig mit Auszeichnungen honoriert. 2013 wurde GF zum zweiten Mal Sektorleader der Indexgruppe SMIM im Carbon Disclosure Project (CDP) 2013. 

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