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Bilanz

per 30. Dezember 2013

Mio. CHF Erläuterungen 2013 % 2012 %
Flüssige Mittel   641   330  
Wertschriften   12   8  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3) 568   524  
Vorräte (4) 647   630  
Forderungen aus Ertragssteuern (5) 6   5  
Übrige Forderungen (7) 63   62  
Geleistete Anzahlungen   16   15  
Rechnungsabgrenzungen   13   10  
Zum Verkauf stehende Aktiven (7) 23      
Umlaufvermögen   1 989 64 1 584 59
Betriebliche Sachanlagen (8) 965   923  
Nicht betriebliche Liegenschaften (8) 43   47  
Immaterielle Anlagen (9) 23   20  
Latente Steueraktiven (12) 90   79  
Übrige Finanzanlagen (11) 16   11  
Anlagevermögen   1 137 36 1 080 41
Aktiven   3 126 100 2 664 100
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   421   348  
Anleihen (15) 300      
Übrige Finanzverbindlichkeiten (15) 149   124  
Darlehen von Personalvorsorgeeinrichtungen (15, 16) 26   27  
Übrige Verbindlichkeiten (17) 60   50  
Erhaltene Anzahlungen   47   45  
Laufende Steuerverpflichtungen (14) 43   39  
Rückstellungen (13) 38   29  
Rechnungsabgrenzungen (18) 175   177  
Zum Verkauf stehende Verbindlichkeiten (7) 23      
Kurzfristiges Fremdkapital   1 282 41 839 31
Anleihen (15) 496   497  
Übrige Finanzverbindlichkeiten (15) 34   24  
Personalvorsorgeverpflichtungen (16) 128   124  
Übrige Verbindlichkeiten (17) 46   45  
Rückstellungen (13) 120   116  
Latente Steuerverpflichtungen (12) 42   40  
Langfristiges Fremdkapital   866 28 846 32
Fremdkapital   2 148 69 1 685 63
Aktienkapital (19) 41   41  
Kapitalreserven (Agio)   60   121  
Eigene Aktien (21) –9   –5  
Gewinnreserven   843   778  
Eigenkapital Aktionäre Georg Fischer AG   935 30 935 35
Minderheitsanteile   43 1 44 2
Eigenkapital (19) 978 31 979 37
Passiven   3 126 100 2 664 100

Die Erstellung der Konzernrechnung erfolgt seit Anfang 2013 in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER.
Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst (vgl. Grundsätze der Konzernrechnungslegung). 

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Erfolgsrechnung 2013

Mio. CHFErläuterungen2013 %2012%
Umsatz 3 7661003 720100
Übriger betrieblicher Ertrag(25)28 38 
Ertrag 3 7941013 758101
Material- und Warenaufwand –1 804 –1 859 
Bestandesänderungen an unfertigen und fertigen Erzeugnissen –38 21 
Betriebsaufwand(26)–658 –654 
Bruttowertschöpfung 1 294341 26634
Personalaufwand(27)–914 –915 
Abschreibungen auf Sachanlagen(8)–126 –125 
Amortisation auf immaterielle Anlagen(9)–3 –4 
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 25172226
Zinsertrag(28)3 2 
Zinsaufwand(28)–36 –35 
Übriger Finanzerfolg(28)–12 –2 
Anteil am Ergebnis assoziierter Gesellschaften   1 
Ordentliches Ergebnis 20651885
Betriebsfremdes Ergebnis(29)1 1 
Ausserordentliches Ergebnis(30)–26 –16 
Konzernergebnis vor Ertragssteuern 18151735
Ertragssteuern(31)–36 –35 
Konzernergebnis 14541384
– Davon Aktionäre Georg Fischer AG 139 132 
– Davon Minderheitsanteile 6 6 
Gewinn je Aktie in CHF(20)34 32 
Verwässerter Gewinn je Aktie in CHF(20)34 32 

Die Erstellung der Konzernrechnung erfolgt seit Anfang 2013 in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER.
Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst (vgl. Grundsätze der Konzernrechnungslegung). 

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Eigenkapitalnachweis 2013

Mio. CHFErläuterungenAktienkapital Kapitalreserven (Agio) Eigene Aktien UmrechnungsdifferenzenCashflow HedgingÜbrige GewinnreservenGewinnreserven Eigenkapital Aktionäre Georg Fischer AG MinderheitsanteileEigenkapital
Stand 31. Dezember 2011 (Darstellung nach IFRS) 41176 –289–11 2519611 178451 223
Anpassungen Swiss GAAP FER (siehe Grundsätze der Konzern- rechnungslegung)  7–7289 –551–262–262 –262
Stand 1. Januar 2012 Swiss GAAP FER 41183–7 –170069991645961
Konzernergebnis      1321321326138
In der Berichtsperiode erfasste Umrechnungsdifferenzen    –5  –5–5–1–6
Veränderungen aus Cashflow Hedges(10, 17)    –10 –10–10 –10
Verrechnung Goodwill mit dem Eigenkapital(2, 9)     –38–38–38 –38
Kauf eigener Aktien(21)  –19    –19 –19
Verkauf eigener Aktien(21)  18    18 18
Aktienbezogene Vergütung(21, 32)  3    3 3
Dividenden(19) –62     –62–6–68
Stand 31. Dezember 2012 41121–5–5–1179477893544979
Konzernergebnis      1391391396145
In der Berichtsperiode erfasste Umrechnungsdifferenzen    2  22–2 
Veränderungen aus Cashflow Hedges(10, 17)    –6 –6–6 –6
Verrechnung Goodwill mit dem Eigenkapital(2, 9)     –75–75–75 –75
Zugang akquirierte Minderheiten(2)        11
Kauf eigener Aktien(21)  –9    –9 –9
Verkauf eigener Aktien(21) 12    3 3
Aktienbezogene Vergütung           
– Übertragung für 2012(21, 32)  3    3 3
– Zuteilung für 2013(21, 32)     555 5
Dividenden(19) –62     –62–6–68
Stand 31. Dezember 2013 4160–9–3–1786384393543978

Die Erstellung der Konzernrechnung erfolgt seit Anfang 2013 in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER.
Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst (vgl. Grundsätze der Konzernrechnungslegung). 

Eigenkapitalnachweis 2013 als PDF

Geldflussrechnung 2013

Mio. CHFErläuterungen2013 2012
Konzernergebnis 145138
Ertragssteuern(31)3635
Finanzergebnis(28)4535
Abschreibungen und Amortisationen(8)129129
Impairment auf Sachanlagen(7, 8, 30)7 
Übriger nicht liquiditätswirksamer Erfolg 423
Bildung Rückstellungen, netto(13, 30)4321
Verbrauch Rückstellungen(13)–24–25
Verlust/Gewinn aus Abgängen des Anlagevermögens  16
Veränderung   
– Vorräte –18–22
– Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6–13
– Übrige Forderungen und aktive Rechnungsabgrenzungen –4–5
– Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27–22
– Übrige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungen –13–14
Bezahlte Zinsen –31–32
Bezahlte Ertragssteuern –43–34
Cashflow aus Betriebstätigkeit 309230
Erwerb   
– Sachanlagen(8)–130–132
– Immaterielle Anlagen(9)–6–4
– Übrige Finanzanlagen –7 
Veräusserungen   
– Sachanlagen(8)43
– Übrige Finanzanlagen 21
Cashflow aus Akquisitionen(2)–65–79
Cashflow aus Devestitionen(2)–1–1
Erhaltene Zinsen 21
Cashflow aus Investitionstätigkeit –201–211
Freier Cashflow 10819
Kauf eigener Aktien –9–19
Verkauf eigener Aktien 318
Dividendenzahlung an Aktionäre Georg Fischer AG –62–62
Dividendenzahlung an Minderheitsaktionäre –6–6
Emission Anleihen(15)298 
Aufnahme langfristiger Finanzverbindlichkeiten(15)111
Rückzahlung langfristiger Finanzverbindlichkeiten(15)–29–53
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten 122
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 207–99
Umrechnungsdifferenz auf flüssigen Mitteln –4–2
Netto-Cashflow 311–82
Flüssige Mittel Anfang Jahr 330412
Flüssige Mittel Ende Jahr1  641330

Kasse, Post- und Bankguthaben: CHF 319 Mio. (Vorjahr: CHF 307 Mio.), Festgelder: CHF 322 Mio. (Vorjahr: CHF 23 Mio.).

Die Erstellung der Konzernrechnung erfolgt seit Anfang 2013 in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER.
Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst (vgl. Grundsätze der Konzernrechnungslegung).

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Anhang der Konzernrechnung

Kontakt

Kommunikation Konzern
Georg Fischer AG
Amsler-Laffon-Strasse 9
8201 Schaffhausen
Schweiz

kommunikation #at# georgfischer dot com

Grundsätze der Konzernrechnungslegung

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Allgemeines //

Die Konzernrechnung der Georg Fischer AG wird in Übereinstimmung mit den gesamten Richtlinien der Fachempfehlungen zur Rechnungslegung (Swiss GAAP FER) erstellt. Die Vorschriften von Swiss GAAP FER 31 «Ergänzende Fachempfehlung für kotierte Unternehmen» werden vorzeitig angewendet. Im Weiteren wurden die Bestimmungen des Kotierungsreglements der SIX Swiss Exchange sowie des schweizerischen Aktienrechts eingehalten. Die Konsolidierung erfolgt aufgrund der nach einheitlichen Richtlinien erstellten Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften. Einheitlicher Stichtag ist der 31. Dezember.

Die Konzernrechnung wurde in Anwendung des Anschaffungskostenprinzips erstellt, mit Ausnahme der Wertschriften, der Beteiligungen unter 20% und der derivativen Finanzinstrumente, die zu Verkehrswerten bewertet werden. Die Erstellung der Konzernrechnung verlangt vom Management, Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Bilanzierung beeinflussen. Wenn später derartige Einschätzungen und Annahmen, die vom Management zum Zeitpunkt der Bilanzierung nach bestem Wissen getroffen wurden, von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen, werden die ursprünglichen Einschätzungen und Annahmen in jenem Berichtsjahr entsprechend angepasst, in dem sich die Gegebenheiten geändert haben.

Anpassungen infolge Umstellung der Rechnungslegung auf Swiss GAAP FER //

Bis zum 31. Dezember 2012 hat GF seine konsolidierte Jahresrechnung gemäss IFRS (International Financial Reporting Standards) erstellt. Mit der Medienmitteilung vom 15. Mai 2013 wurde der Wechsel des Rechnungslegungsstandards von den IFRS zu Swiss GAAP FER ab dem Geschäftsjahr 2013 kommuniziert. Folgende Gründe waren für die Umstellung des Rechnungslegungsstandards massgebend:

1. Die Chinaust-Gruppe, ein 50:50-Joint-Venture von GF Piping Systems in China, ist mit einem Umsatz von rund CHF 400 Mio. eines der grössten Unternehmen von GF. Ihr Ausweis als Equity-Beteiligung gemäss den neuen IFRS 11 Rechnungslegung-Standards gäbe ein verzerrtes Bild von GF in China. Mit Swiss GAAP FER wird die Konsolidierung des 50%-Chinaust-Anteils an Bilanz und Erfolgsrechnung beibehalten, was die wirtschaftliche Realität von GF besser reflektiert.

2. Der revidierte IAS 19 Standard verlangt die Erfassung der Über- bzw. Unterdeckung der Pensionskassen über die Gesamtergebnisrechnung eines Unternehmens. Schweizer Pensionskassen sind jedoch weitgehend unabhängig, ihre Performance ist nicht an den Erfolg der Mitgliedsfirmen geknüpft. Diese Über- oder Unterdeckung zu verrechnen würde zu einer beträchtlichen Volatilität des Eigenkapitals von GF führen. Unter Swiss GAAP FER werden solche Schwankungen beim Eigenkapital weitestgehend eliminiert. 

Die für die Erstellung und Präsentation der Konzernrechnung 2013 angewandten Grundsätze der Rechnungslegung weichen in den folgenden Punkten von der nach IFRS konsolidierten Jahresrechnung 2012 ab:

1. Goodwill aus Akquisitionen
Goodwill aus Akquisitionen sowie Markennamen, Kundenbeziehungen und Technologien, die in der Kaufpreisallokation identifiziert werden und unter Swiss GAAP FER Teil des Goodwills sind, werden gemäss dem nach Swiss GAAP FER 30 «Konzernrechnung» bestehenden Wahlrecht per Erwerb direkt mit den Gewinnreserven im Eigenkapital verrechnet. Nach IFRS war der Goodwill aktiviert und jährlich auf Werthaltigkeit überprüft worden. Markennamen, Kundenbeziehungen und Technologien waren nach IFRS im Rahmen der Kaufpreiszuordnung separat aktiviert und über die geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer amortisiert worden. Im Zusammenhang mit Akquisitionen anfallende Transaktionskosten werden nach Swiss GAAP FER als Bestandteil der Erwerbskosten behandelt. Nach IFRS waren die Transaktionskosten erfolgswirksam erfasst worden.

2. Personalvorsorge
Gemäss Swiss GAAP FER 16 «Vorsorgeverpflichtungen» werden wirtschaftliche Verpflichtungen beziehungsweise Nutzen von Schweizer Vorsorgeplänen auf Basis der nach Swiss GAAP FER 26 «Rechnungslegung von Personalvorsorgeeinrichtungen» erstellten Abschlüsse ermittelt. Der wirtschaftliche Einfluss aus Vorsorgeplänen ausländischer Tochtergesellschaften wird gemäss den lokalen angewandten Bewertungsmethoden ermittelt. Arbeitgeberbeitragsreserven und vergleichbare Posten werden nach Swiss GAAP FER 16 aktiviert. Nach IFRS waren leistungsorientierte Vorsorgepläne gemäss der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet und in Übereinstimmung mit IAS 19 bilanziert worden. In Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER 16, Ziffer 6, wurden die nicht mit der Altersvorsorge im engeren Sinne verbundenen Verpflichtungen in die Rückstellungen für Personal und soziale Sicherheit umgegliedert. Eine Überarbeitung dieser Zuteilung nach dem Halbjahresabschluss 2013 führte zu einer nachträglichen erfolgsneutralen Reklassifizierung von den Rückstellungen in die Personalvorsorgeverpflichtungen per 31. Dezember 2012 in Höhe von CHF 13 Mio.

3. Derivative Finanzinstrumente
Gemäss Swiss GAAP FER 27 «Derivative Finanzinstrumente» werden Derivate in der Bilanz erfasst, sobald es die Definition eines Aktivums oder einer Verbindlichkeit erfüllt. Swiss GAAP FER 27 sieht keine Ausnahmeregelung für «Own-use»-Verträge wie unter IFRS vor, weshalb diese unter Swiss GAAP FER zu bilanzieren sind. Bei «Own-use»-Verträgen handelt es sich um Warentermingeschäfte, die für Zwecke des tatsächlichen Einkaufs oder Verkaufs der Ware bzw. Rohstoffs abgeschlossen werden. Die Absicherung von vertraglich vereinbarten zukünftigen Cashflows erfolgt gemäss dem nach Swiss GAAP FER 27 bestehenden Wahlrecht erfolgsneutral im Eigenkapital. Nach IFRS wurde die Ausnahmeregelung für «Own-use»-Verträge in Anspruch genommen. Für Absicherungen, die nicht gemäss Hedge Accounting erfasst wurden, erfolgte die Verbuchung der Verkehrswertschwankungen nach IFRS erfolgswirksam.

4. Latente Ertragssteuern
Auf den erwähnten Bewertungs- und Bilanzierungsanpassungen resultieren entsprechende Auswirkungen auf die latenten Ertragssteuern in Bilanz und Erfolgsrechnung.

5. Umrechnungsdifferenzen
Im Rahmen der Umstellung auf Swiss GAAP FER wurden die kumulierten Umrechnungsdifferenzen mit den Gewinnreserven verrechnet. Das Ergebnis aus Devestitionen enthält unter Swiss GAAP FER daher nur Umrechnungsdifferenzen, die nach dem 1. Januar 2012 angefallen sind.

Darstellung und Gliederung //

Die Darstellung und Gliederung von Bilanz, Erfolgsrechnung, Eigenkapitalnachweis und Geldflussrechnung wurde an die Anforderungen von Swiss GAAP FER angepasst.

Die Vorperioden wurden zwecks Vergleichbarkeit der Darstellung der laufenden Berichtsperiode entsprechend angepasst (Restatement).

Mit der Anpassung der Bilanzstruktur an die Gliederung nach Swiss GAAP FER wurden in der Berichtsperiode Positionen des Fremdkapitals neu zugeordnet. Die entsprechenden Vorjahreszahlen wurden angepasst. Diese Reklassifizierung war erfolgsneutral und hatte keine Auswirkung auf das Eigenkapital.

Die Auswirkungen der oben genannten Anpassungen auf das Eigenkapital und auf die Erfolgsrechnung von GF sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst:

Anpassungseffekt Eigenkapital

Mio. CHF1. Jan. 201231. Dez. 2012
Eigenkapital nach IFRS1 2231 286
Anpassungen nach Swiss GAAP FER  
Verrechnung Goodwill aus Akquisitionen–194–216
Verrechnung identifizierter Markennamen, Kundenbeziehungen und Technologien aus der Kaufpreisallokation–27–44
Anpassung Personalvorsorgeverpflichtungen/-rückstellungen–60–59
Anpassung derivative Finanzinstrumente–19–37
Latente Ertragssteueraktiven/-verbindlichkeiten, netto3849
Eigenkapital nach Swiss GAAP FER961979

Anpassungseffekt Konzernergebnis

Mio. CHF Jan. - Dez. 2012
Konzernergebnis nach IFRS 127
Anpassungen nach Swiss GAAP FER  
Anpassung Transaktionskosten aus Akquisitionen 1
Anpassung Amortisation immaterielle Anlagen 4
Anpassung Personalvorsorgeverpflichtungen/-rückstellungen –2
Anpassung derivative Finanzinstrumente –1
Anpassung Umrechnungsdifferenz aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 10
Veränderung latente Ertragssteuern –1
Konzernergebnis nach Swiss GAAP FER 138

Definition von nicht-Swiss-GAAP-FER-konformen Kennzahlen //

Das Zwischentotal Bruttowertschöpfung enthält alle betrieblichen Erträge abzüglich des Material- und Warenaufwands, der Bestandesänderungen der Vorräte und des Betriebsaufwands.

Da das Zwischentotal Bruttowertschöpfung für GF eine wichtige Steuerungsgrösse darstellt, erfolgt ein separater Ausweis in der Erfolgsrechnung.

Der freie Cashflow setzt sich aus dem Cashflow aus Betriebstätigkeit und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zusammen und wird in der Geldflussrechnung separat ausgewiesen.

Der freie Cashflow stellt nicht nur für GF eine wichtige Steuerungsgrösse dar, sondern ist auch in der Finanzbranche eine anerkannte und weitverbreitete Kennzahl.

Konsolidierungskreis und -methoden //

Die konsolidierte Jahresrechnung umfasst die Georg Fischer AG sowie alle in- und ausländischen Gesellschaften, an denen die Konzernholding direkt oder indirekt mit mehr als 50% der Stimmrechte beteiligt ist oder für die sie die operative und finanzielle Führungsverantwortung trägt. Diese Gesellschaften werden voll konsolidiert. Aktiven und Passiven sowie Erträge und Aufwendungen werden nach der Methode der Vollkonsolidierung zu 100% übernommen, konzerninterne Beziehungen (Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen) eliminiert und die Anteile von Minderheitsaktionären bzw. -gesellschaftern am Eigenkapital sowie am Ergebnis von konsolidierten Unternehmungen separat, aber als Teil des Konzerneigenkapitals bzw. -ergebnisses ausgewiesen. Zwischengewinne auf konzerninternen Transaktionen und Beständen werden ergebniswirksam eliminiert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Acquisitions-Methode. Die Anschaffungskosten einer akquirierten Gesellschaft werden dabei mit den nach konzerneinheitlichen Grundsätzen zum Verkehrswert bewerteten bilanzierten Nettoaktiven zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet.

Im Laufe des Jahres erworbene oder veräusserte Konzerngesellschaften werden vom Datum der Kontrollübernahme an konsolidiert und ab Datum der Kontrollabgabe aus der Konsolidierung erfolgswirksam ausgeschlossen.

Joint Ventures, für die der GF Konzern die gemeinschaftliche Führung zusammen mit einem Joint-Venture-Partner hat, werden nach der Methode der Quotenkonsolidierung (anteiliger Einbezug) behandelt.

Gesellschaften, an denen der GF Konzern stimmenmässig mit mindestens 20%, aber weniger als 50% beteiligt ist oder auf die er auf andere Weise massgeblichen Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode erfasst und unter den Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften ausgewiesen. Beteiligungen unter 20% werden zum Verkehrswert bewertet und unter den übrigen Finanzanlagen bilanziert.

Umsatz und Ertragsrealisation //

Fakturierungen für Lieferungen und Leistungen werden als Umsatz bei Leistungserbringung bzw. bei Übertragung der wesentlichen Risiken und Chancen des Eigentums verbucht.

Die Beurteilung, ob die wesentlichen Risiken und Chancen bei einer Lieferung übertragen wurden, erfolgt für jede Verkaufstransaktion separat aufgrund der vertraglichen Gestaltung der Transaktion. Die Übertragung des rechtlichen Eigentums alleine führt noch nicht zwangsläufig zur Übertragung der wesentlichen Risiken und Chancen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn

  • der Empfänger der Lieferung einen Leistungsanspruch für unzureichende Qualität der gelieferten Sache hat, die über die normalen Gewährleistungsansprüche hinausgeht
  • der Erhalt der Erlöse abhängig ist vom Weiterverkauf der Güter durch den Käufer 
  • die Installation der Güter beim Empfänger ein wesentlicher Vertragsbestandteil ist
  • der Käufer ein Rückgaberecht aus einem vertraglich spezifizierten Grund hat und die Wahrscheinlichkeit einer solchen Rückgabe unsicher ist 

Erbrachte Dienstleistungen werden in Abhängigkeit des Grades ihrer Fertigstellung als Umsatz verbucht, falls das Ergebnis der Dienstleistung verlässlich geschätzt werden kann.

Der Umsatz ist ohne Umsatz- und Mehrwertsteuer und nach Abzug von Gutschriften und Rabatten ausgewiesen. Für erwartete Gewährleistungsansprüche aus der Leistungserbringung werden angemessene Rückstellungen gebildet.

Währungsumrechnung //

Die einzelnen Gesellschaften erstellen ihre Abschlüsse in ihrer funktionalen Währung. Die in Fremdwährung gehaltenen monetären Aktiven und Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Die sich aus Transaktionen und aus der Umrechnung von Bilanzpositionen in Fremdwährung ergebenden Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Erfolgsrechnung ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente, die der Kurssicherung solcher Bilanzpositionen dienen, werden zum Verkehrswert bewertet. Bei Absicherung von vertraglich vereinbarten zukünftigen Cashflows (Hedge Accounting) wird die Bewertung des wirksamen Anteils von Veränderungen des Fair Value der Sicherungsinstrumente erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Ein ineffektiver Teil wird sofort erfolgswirksam erfasst. Sobald aus dem abgesicherten Grundgeschäft ein Vermögenswert oder eine Verpflichtung resultiert, werden die vorgängig im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste ausgebucht und gleichzeitig mit dem Bewertungseffekt aus dem abgesicherten Grundgeschäft in die Erfolgsrechnung übertragen.

Die Konzernrechnung wird in Schweizer Franken ermittelt und dargestellt. Die Fremdwährungsabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden für Konsolidierungszwecke wie folgt in Schweizer Franken umgerechnet: Bilanz zu Wechselkursen am Bilanzstichtag, Erfolgs- und Geldflussrechnung zum durchschnittlichen Kurs des Geschäftsjahrs. Aus der unterschiedlichen Umrechnung von Bilanzen und Erfolgsrechnungen sowie aus der Umrechnung von Konzerndarlehen mit Beteiligungscharakter in fremden Währungen entstehende Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital erfasst. Bei Veräusserung einer ausländischen Tochtergesellschaft werden die zugehörigen kumulierten Fremdwährungsdifferenzen in die Erfolgsrechnung übertragen.

Fristigkeiten //

Dem Umlaufvermögen werden Aktiven zugeordnet, die entweder im ordentlichen Geschäftszyklus des Konzerns innerhalb eines Jahres realisiert oder konsumiert werden oder zu Handelszwecken gehalten werden. Alle übrigen Aktiven werden dem Anlagevermögen zugeordnet. Dem kurzfristigen Fremdkapital werden alle Verpflichtungen zugeordnet, die der Konzern im Rahmen des ordentlichen Geschäftszyklus unter Verwendung von operativen Geldflüssen zu tilgen gedenkt oder die innerhalb eines Jahres ab Bilanzstichtag fällig werden. Alle übrigen Verpflichtungen werden dem langfristigen Fremdkapital zugeordnet.

Segmentinformationen //

In Übereinstimmung mit der Führungsstruktur und der Berichterstattung an die Konzernleitung und den Verwaltungsrat bestehen die Berichtssegmente aus den drei operativ tätigen Divisionen GF Piping Systems, GF Automotive und GF Machining Solutions. GF Piping Systems entwickelt, produziert und vertreibt Rohrleitungssysteme für Industrie, Versorgung und Haustechnik. GF Automotive stellt Gussteile für die Automobilindustrie her und GF Machining Solutions entwickelt, produziert und vertreibt Funkenerosionsmaschinen, Fräsmaschinen, Lasermaschinen und Automatisierungslösungen. Zudem bietet GF Machining Solutions Serviceleistungen für diese Produkte an. Geschäftszweige innerhalb dieser Segmente wurden zu jeweils einem Berichtssegment zusammengefasst, da diese gleichartige Produkte mit vergleichbaren Produktionsprozessen herstellen und mit ähnlichen Vertriebsmethoden ähnliche Kundengruppen beliefern. Die Segmentrechnung wird bis auf Stufe betriebliches Ergebnis erstellt, da diese Kennzahl für Führungszwecke verwendet wird. Sämtliche operativen Aktiven und Verbindlichkeiten, die entweder direkt oder auf einer vernünftigen Grundlage den Segmenten zugeordnet werden können, werden in den entsprechenden Divisionen ausgewiesen. Es bestehen keine Unterschiede zwischen den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der Segmentberichterstattung und denjenigen der Konzernrechnung.

Flüssige Mittel //

Die flüssigen Mittel werden zu Nominalwerten ausgewiesen. Sie bestehen aus Kassenbeständen, Post- und Bankguthaben sowie Festgeldanlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu 90 Tagen.

Wertschriften //

Wertschriften enthalten Handelsbestände sowie derivative Finanzinstrumente. Die laufenden Käufe und Verkäufe werden jeweils per Abschlussdatum, nicht per Lieferdatum, erfasst. Die Handelsbestände werden zum Marktwert bewertet, wobei die nicht realisierten Gewinne und Verluste erfolgswirksam erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen werden.

Derivative Finanzinstrumente //

Derivative Finanzinstrumente werden unter den Wertschriften bzw. im übrigen kurzfristigen Fremdkapital bilanziert. Zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken bedient sich der Konzern Devisentermin- und Optionskontrakten sowie Swaps. Zur Währungsabsicherung werden insbesondere Cashflow Hedges eingesetzt, um Währungsrisiken von sehr wahrscheinlichen zukünftigen Geldflüssen aus Verkäufen in Fremdwährung zu vermindern.

Forderungen //

Kurzfristige Forderungen werden zu Nominalwerten bilanziert. Das Delkredere wird aufgrund der Fälligkeitsstruktur und der erkennbaren Bonitätsrisiken bestimmt. Neben Einzelwertberichtigungen für spezifisch bekannte Forderungsrisiken werden zusätzliche Wertberichtigungen anhand statistischer Erhebungen über das Ausfallrisiko gebildet.

Vorräte //

Handelswaren werden in der Regel zu durchschnittlichen Einstandskosten, selbst erstellte Erzeugnisse zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie einen Teil der anzurechnenden Gemeinkosten. Skontoabzüge werden als Anschaffungspreisminderungen behandelt. Falls der Nettoverkaufswert tiefer ist, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vorratsbestände, die eine ungenügende Lagerumschlagsfähigkeit aufweisen, werden teil- oder vollwertberichtigt.

Sachanlagen //

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zu Herstellungskosten abzüglich der betriebswirtschaftlich notwendigen Abschreibungen und allfälliger Impairments bilanziert. Fremdkapitalkosten, die während der Erstellungsphase durch die Finanzierung von Anlagen im Bau entstehen, sind Teil der Anschaffungskosten, soweit sie wesentlich sind. Anlageobjekte, die über langfristige Leasingverträge die als Finanzleasing beurteilt werden, finanziert sind, werden zum Barwert der Mindestleasingraten oder zum tieferen Verkehrswert bilanziert. Auf der Passivseite sind die entsprechenden Finanzleasingverpflichtungen ausgewiesen. Die Abschreibungen der Sachanlagen erfolgen linear über den Zeitraum der geschätzten Nutzungs- oder kürzeren Leasingdauer, d.h. für nicht betriebliche Liegenschaften und betriebliche Gebäude 30 bis 40 Jahre, Gebäudeeinrichtungen 8 bis 20 Jahre, Maschinen und Produktionsanlagen 6 bis 20 Jahre und übrige Sachanlagen (Fahrzeuge, IT-Systeme usw.) 1 bis 5 Jahre. Anlagen im Bau werden im Normalfall nicht abgeschrieben. Bezüglich Anlagen in Leasing wird auf den Absatz «Leasing» verwiesen. Wenn Komponenten grösserer Anlagen unterschiedliche Nutzungsdauern aufweisen, werden diese als separate Objekte abgeschrieben. Nutzungsdauern und Residualwerte werden jährlich per Bilanzstichtag überprüft, wobei allfällige Anpassungen erfolgswirksam erfasst werden. Alle sich aus dem Abgang von Sachanlagen ergebenden Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Immaterielle Anlagen //

Erworbene Lizenzen, Patente, und ähnliche Rechte werden aktiviert und mit Ausnahme von Landnutzungsrechten über die geschätzte Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren linear amortisiert. Landnutzungsrechte werden über die Dauer des eingeräumten Nutzungsrechts linear amortisiert. Auf dieser Position ergeben sich Nutzungsdauern von bis zu 50 Jahren. Software wird über die geschätzte Nutzungsdauer von 1 bis 5 Jahren linear amortisiert.

Bei Unternehmenszusammenschlüssen wird der Goodwill zum Akquisitionszeitpunkt wie folgt ermittelt: der Fair Value der Nettoaktiven, zuzüglich im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss angefallener Transaktionskosten, zuzüglich des erfassten Betrags an Minderheitsanteilen an der erworbenen Gesellschaft, abzüglich des erfassten Betrags an erworbenen, bilanzierten Nettoaktiven.

Der aus Akquisitionen resultierende Goodwill oder negative Goodwill wird per Erwerbszeitpunkt mit den Gewinnreserven im Eigenkapital verrechnet. Bei Veräusserung eines Geschäftsteils ist der zu einem früheren Zeitpunkt mit dem Eigenkapital verrechnete Goodwill in die Erfolgsrechnung zu übertragen. Wenn der Kaufpreis von künftigen Ergebnissen abhängige Anteile enthält, werden diese im Erwerbszeitpunkt bestmöglich geschätzt und bilanziert. Ergeben sich bei der späteren definitiven Kaufpreisabrechnung Abweichungen, wird der mit dem Eigenkapital verrechnete Goodwill entsprechend angepasst.

Die Auswirkungen einer theoretischen Aktivierung und Amortisation des Goodwills werden in der Erläuterung 9 offengelegt.

Übrige Finanzanlagen //

Die übrigen Finanzanlagen beinhalten vorwiegend Darlehen gegenüber Dritten, längerfristig gehaltene Minderheitsbeteiligungen unter 20% sowie allfällige Personalvorsorgeaktiven. Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertberichtigungen bilanziert; der damit verbundene Zinsertrag wird mittels Effektivzinsmethode erfasst. Minderheitsbeteiligungen werden zum geschätzten Verkehrswert ausgewiesen.

Verbindlichkeiten //

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Verbindlichkeiten werden zu Nominalwerten bewertet.

Personalvorsorge //

Im Konzern bestehen im Einklang mit den entsprechenden landesrechtlichen Vorschriften Pensionspläne für Mitarbeitende. Diese sind mehrheitlich vom Konzern finanziell unabhängige Einrichtungen und Stiftungen. Die Finanzierung erfolgt in der Regel durch Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen aus den Personalvorsorgeplänen werden jährlich beurteilt. Die Ermittlung von allfälligen Über- und Unterdeckungen erfolgt aufgrund der Jahresabschlüsse der entsprechenden Vorsorgeeinrichtungen, die auf Swiss GAAP FER 26 (Schweizer Pläne) beziehungsweise länderspezifisch anerkannten Methoden (ausländische Pläne) basieren. Die Aktivierung eines wirtschaftlichen Nutzens erfolgt, sofern es zulässig und beabsichtigt ist, um die Überdeckung zur Senkung der Arbeitgeberbeiträge einzusetzen. Bestehen frei verfügbare Arbeitgeberreserven, werden diese ebenfalls aktiviert. Eine wirtschaftliche Verpflichtung wird passiviert, sofern die Voraussetzungen für die Bildung einer Rückstellung erfüllt sind. Sie werden unter Personalvorsorgeverpflichtungen ausgewiesen. Veränderungen des wirtschaftlichen Nutzens oder der wirtschaftlichen Verpflichtung werden wie die für die Periode angefallenen Beiträge erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst.

Rückstellungen //

Rückstellungen werden vorgenommen, wenn ein vergangenes Ereignis zu einer gegenwärtigen Verpflichtung geführt hat, ein Mittelabfluss wahrscheinlich ist und dieser zuverlässig bemessen werden kann. Die Höhe der Rückstellung basiert auf einer bestmöglichen Schätzung der Erfüllung der Verpflichtung.

Steuern //

Alle Steuerverpflichtungen werden, unabhängig von ihrer Fälligkeit, zurückgestellt. Laufende Ertragssteuern werden auf dem steuerbaren Ergebnis berechnet. Latente Ertragssteuern werden gemäss der Balance-Sheet-Liability-Methode auf allen temporären Differenzen zwischen den gemäss Swiss GAAP FER ermittelten Werten und den Werten der Steuerbilanzen berechnet. Steuerlich anrechenbare Verlustvorträge werden bilanziert, wenn die steuerliche Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen oder latenten Steuerverpflichtungen realisierbar scheint. Für die Berechnung der latenten Steuern kommen die länderspezifischen Steuersätze zur Anwendung. Eine Verrechnung von Steueraktiven und -verpflichtungen findet statt, wenn diese dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerhoheit betreffen und ein Verrechnungsanspruch bei laufenden Steuern besteht. Für temporäre Bewertungsdifferenzen auf Beteiligungen werden keine latenten Steuern erfasst, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen der Kontrolle des Konzerns unterliegt und damit zu rechnen ist, dass sich diese in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Leasing //

Verträge für Finanzleasing werden in den Sachanlagen und den übrigen Finanzverbindlichkeiten bilanziert, wenn Risiken und Nutzen bei Vertragsabschluss mehrheitlich an die Konzerngesellschaft übergehen. Die Leasingraten werden in Zinsaufwand und Tilgungsbetrag gemäss Annuitätenmethode aufgeteilt. Die Abschreibung der Leasinggegenstände erfolgt über die geschätzte Nutzungs- oder kürzere Leasingdauer. Zahlungen für operatives Leasing werden anteilig über die Leasingdauer erfolgswirksam im externen Aufwand erfasst.

Finanzielle Verpflichtungen //

Finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Bankdarlehen, Hypotheken und Anleihen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich erfolgswirksam auf Basis der Effektivzinsmethode erfasst. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierenden Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieses Vermögenswerts aktiviert.

Forschung und Entwicklung //

Forschungskosten werden in dem Zeitraum, in dem sie anfallen, in der Erfolgsrechnung als Aufwand verbucht. Entwicklungs kosten werden nur und insoweit aktiviert, als nachfolgende Kriterien kumulativ erfüllt sind:

  • die Kosten sind klar definiert, dem Produkt oder Prozess klar zuordenbar und kalkulatorisch nachgewiesen
  • die technische Machbarkeit kann aufgezeigt werden
  • die Absicht besteht, das Produkt zu produzieren und zu vermarkten oder den Prozess anzuwenden
  • ein Markt besteht
  • die intern benötigten Ressourcen sind vorhanden und
  • der aktivierte Betrag ist durch entsprechende zukünftige Cashflows gedeckt 

Impairment //

Die Werthaltigkeit des Anlagevermögens (insbesondere Sachanlagen, immaterielle Anlagen, Finanzanlagen sowie der in der Schattenrechnung unter Erläuterungen 9 ausgewiesene Goodwill) wird mindestens einmal jährlich beurteilt. Liegen Indikatoren einer Werteinbusse vor, wird eine Berechnung des realisierbaren Werts (Impairment-Test) durchgeführt. Übersteigt der Buchwert eines Aktivums den realisierbaren Wert, erfolgt eine erfolgswirksame Wertanpassung. Da der Goodwill bereits im Erwerbszeitpunkt mit dem Eigenkapital verrechnet wird, führt eine Wertminderung beim Goodwill nicht zu einer Belastung der Erfolgsrechnung, sondern lediglich zu einer Offenlegung im Anhang.

Eventualverpflichtungen //

Eventualverpflichtungen werden aufgrund von Wahrscheinlichkeit und Höhe der möglichen zukünftigen Verpflichtungen beurteilt und im Anhang offengelegt.

Zum Verkauf stehende Aktiven //

Vermögenswerte und Veräusserungsgruppen werden als «zum Verkauf stehend» klassifiziert, wenn der Buchwert des Vermögenswerts oder der Veräusserungsgruppe überwiegend durch ein Veräusserungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll.

Zu diesem Zweck werden die entsprechenden Vermögenswerte oder Veräusserungsgruppen gesondert im Umlaufvermögen bilanziert. Die Umbuchung erfolgt nur dann, wenn das Management den Verkauf beschlossen und mit der Suche nach den Käufern begonnen hat. Zudem muss der Vermögenswert oder die Veräusserungsgruppe in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräusserbar sein, und die Veräusserung muss höchstwahrscheinlich innerhalb eines Jahres erfolgen.

Vermögenswerte oder Veräusserungsgruppen, die als «zum Verkauf stehend» klassifiziert werden, sind zum niedrigeren Buchwert oder Marktwert abzüglich Veräusserungskosten bilanziert, und allfällige Wertminderungen aus der erstmaligen Klassifizierung in «zum Verkauf stehend» werden in der Erfolgsrechnung erfasst. Zudem werden «zum Verkauf stehende» Vermögenswerte und Veräusserungsgruppen ab dem Zeitpunkt der Reklassifizierung nicht mehr planmässig abgeschrieben. Die auf den Verkaufsgewinn bezahlten laufenden sowie latenten Steuern sind als Teil des Ertragssteueraufwands auszuweisen.

Schulden korrespondierend zum Verkauf stehender Aktiven sind getrennt von anderen Schulden in der Bilanz auszuweisen und dürfen nicht mit den Vermögenswerten saldiert werden. Der Ausweis erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.  

Aufgegebene Geschäftsbereiche //

Aufgegebene Geschäftsbereiche werden ausgewiesen, sobald ein Unternehmensbestandteil mit Geschäftsaktivitäten und Mittelzuflüssen/-abflüssen, die operativ und für die Zwecke der Rechnungslegung vom übrigen Unternehmen klar abgegrenzt werden können, als zur Veräusserung bestimmt klassifiziert wird oder bereits devestiert ist und der Geschäftsbereich entweder

  • einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt und
  • Teil eines abgestimmten Gesamtplans zur Veräusserung eines gesonderten wesentlichen Geschäftszweigs oder geografischen Geschäftsbereichs ist und
  • eine eigenständige Technologie darstellt

Der Umsatz und das betriebliche Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen werden im Anhang separat offengelegt. Die Offenlegung umfasst auch die Zahlen der Vorjahres periode (als ob der Geschäftsbereich bereits zu Beginn des Vergleichsjahres aufgegeben worden wäre).

Informationen, die im Zusammenhang mit dem aufgegebenen Geschäftsbereich stehen, werden im Anhang separat unter Erläuterungen 2 und 30 ausgewiesen.

Eigene Aktien, aktienbezogene Vergütungen und Gewinn je Aktie //

Eigene Aktien werden mit ihrem Anschaffungswert als separate Minusposition im Eigenkapital erfasst. Mehr- oder Mindererlöse aus der Veräusserung eigener Aktien werden den Kapitalreserven gutgeschrieben bzw. belastet.

Aktienbezogene Vergütungen an Mitglieder der Konzernleitung und des oberen Kaders werden im Zeitpunkt der Zuteilung zum Verkehrswert bewertet und in der Periode der Leistungserbringung dem Personalaufwand belastet.

Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Anteil des Konzernergebnisses, der auf die Aktionäre der Georg Fischer AG entfällt, geteilt durch den gewichteten Mittelwert der Anzahl der während der Berichtsperiode ausstehenden Aktien. Der verwässerte Gewinn je Aktie berücksichtigt zusätzlich sämtliche potenziellen Aktien, die z.B. aus der Ausübung von Options- oder Wandelrechten hätten entstehen können.

Annahmen und Einschätzungen des Managements

Wesentliche Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden //

Die Rechnungslegung erfordert Einschätzungen und das Treffen von Annahmen, welche die Konzernrechnung von GF insbesondere in den nachstehend beschriebenen Bereichen massgeblich beeinflussen können, sollten die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen und Annahmen des Managements abweichen.

Wertminderungen von Anlagegütern //

Die Werthaltigkeit der Anlagegüter und immateriellen Werte werden immer dann überprüft, wenn deren Buchwerte aufgrund veränderter Umstände oder Ereignisse allenfalls nicht mehr einbringbar sind. Dabei wird beim Eintreten einer solchen Situation der Wert ermittelt, der sich aufgrund der erwarteten zukünftigen Einnahmen als wieder einbringbar erweist. Dieser entspricht dann entweder den abdiskontierten zukünftig erwarteten Nettogeldzuflüssen oder dem erwarteten Nettoveräusserungspreis. Sofern diese Werte geringer als deren aktueller Buchwert sind, findet eine Wertminderung des Buchwerts bis auf die Höhe des neu berechneten Werts statt. Diese Wertminderung wird erfolgswirksam im Aufwand erfasst. Wichtige Annahmen dieser Berechnungen sind Wachstumsraten, Margen und Diskontsätze. Die effektiv erzielten Geldflüsse können stark von den abdiskontierten Projektionen abweichen. Die Buchwerte der betroffenen Sach- und immateriellen Anlagen sowie Angaben zu den im Berichtsjahr vorgenommenen Sonderabschreibungen gehen aus den Erläuterungen 8 und 9 hervor.

Rückstellungen für Gewährleistungen und belastende Verträge //

Im Rahmen der ordentlichen Geschäftstätigkeit können Konzerngesellschaften in strittige Verfahren verwickelt werden. Rückstellungen für pendente Verfahren werden aufgrund der vorhandenen Informationen auf Basis eines realistischerweise zu erwartenden Geldabflusses bemessen. Je nach Ausgang dieser Verfahren können Ansprüche gegen den Konzern entstehen, deren Erfüllung möglicherweise nicht oder nicht vollständig durch Rückstellungen oder Versicherungsleistungen gedeckt ist. Bestehen vertragliche Verpflichtungen, bei denen die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung dieser Verpflichtung höher sind (z.B. Drohverluste aus Lieferverträgen) als deren erwarteter wirtschaftlicher Nutzen, werden im Umfang der vereinbarten Mengen über die gesamte oder über eine vorsichtig abgeschätzte Dauer entsprechende Rückstellungen gebildet. Diese basieren auf Einschätzungen des Managements. Die Buchwerte solcher Rückstellungen gehen aus der Erläuterung 13 hervor.

Ertragssteuern //

Die Bemessung der laufenden Steuerverpflichtungen unterliegt einer Auslegung der Steuergesetze in den entsprechenden Ländern, deren Angemessenheit im Rahmen der endgültigen Einschätzung oder von Betriebsprüfungen durch die Steuerbehörden beurteilt wird. Daraus können sich wesentliche Anpassungen an den Steueraufwand ergeben. Im Weiteren bedingt die Beurteilung der Aktivierbarkeit steuerlich verwendbarer Verlustvorträge eine kritische Einschätzung der wahrscheinlichen Verrechenbarkeit mit künftigen Gewinnen, die von vielfältigen Einflüssen und Entwicklungen abhängen. Die Buchwerte der laufenden und latenten Steueraktiven und -verpflichtungen gehen aus der Konzernbilanz hervor.

Kontakt

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Risk Management

Enterprise Risk Management als ganzheitlicher Risikoprozess wurde im Jahr 2013 auf allen Stufen des Konzerns systematisch angewandt. Die drei Divisionen, die Konzernstäbe sowie alle wichtigen Konzerngesellschaften erstellten halbjährlich eine Risikoübersicht, welche die jeweils wesentlichen 25 bis 30 Risiken zu den Themenbereichen Strategie, Märkte, Operationen, Management und Ressourcen, Finanzen sowie Nachhaltigkeit beinhaltete. 

Die Gliederung der Eintretenswahrscheinlichkeit erfolgte in vier Kategorien. Wo möglich und sinnvoll, wurden die erfassten Risiken unter Berücksichtigung von bereits umgesetzten Massnahmen quantifiziert; ansonsten kam eine qualitative Bewertung zur Anwendung.

Das aus Vertretern der Divisionen und der Konzernstäbe zusammengesetzte Risk Council unter der Leitung des Chief Risk Officers traf sich zu zwei Sitzungen, die folgende Themen zum Inhalt hatten: Einführung eines neuen Berichtssystems, Business Continuity Management, Aggregation und Korrelation von Risiken, Koordination von Aktivitäten im Bereich Enterprise Risk Management und Analyse der Risikoübersichten.

In Übereinstimmung mit der halbjährlichen Berichterstattung behandelten die Konzernleitung und das Management der Divisionen das Thema Enterprise Risk Management im Berichtsjahr je zweimal. Dabei wurden die wesentlichen Risiken der Divisionen und des Konzerns bestimmt und geeignete Massnahmen zur Risikoreduzierung definiert. Der Verwaltungsrat wird sich im Februar 2014 mit dem Thema Enterprise Risk Management befassen und seine eigene Risikoübersicht mit den Konklusionen der Konzernleitung vergleichen.

Das stufenweise Vorgehen mit Workshops auf Stufen Management der Divisionen, Konzernleitung und Verwaltungsrat hat sich bewährt. Zudem trägt die Prüfung der Risk Maps der Konzerngesellschaften durch die interne Revision zu einer deutlichen Qualitätssteigerung im Reporting bei.

Als wesentliche Risiken wurden die Nichterreichung der finanziellen Ziele der Strategie 2015, ein möglicher Reputationsverlust infolge Ausfalls eines grossen Produktionsstandortes oder ungenügender Produktqualität sowie die nach wie vor hohe Abhängigkeit des Unternehmens vom europäischen Markt und dem sich ändernden Marktumfeld erkannt.

Massnahmen zur Reduzierung dieser und anderer Risiken wurden definiert und befinden sich in Übereinstimmung mit strategischen Zielen des Konzerns und der drei Divisionen in Umsetzung.

Finanzielles Risikomanagement

Der Verwaltungsrat hat die oberste Verantwortung über das finanzielle Risikomanagement. Er hat das Audit Committee beauftragt, die Entwicklung und Durchsetzung der Grundsätze für das Risikomanagement zu überwachen. Das Audit Committee berichtet über diesen Sachverhalt regelmässig an den Verwaltungsrat.

Die etablierten Grundsätze für das Risikomanagement sind darauf ausgerichtet, die Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist, zu identifizieren und zu analysieren sowie Kontrollen zu etablieren. Die Grundsätze des Risikomanagements sowie die angewandten Prozesse werden regelmässig überprüft, um Veränderungen im Marktumfeld sowie in den Tätigkeiten des Konzerns zu berücksichtigen. Es ist das Ziel, durch die bestehenden Ausbildungs- und Führungsrichtlinien und -prozesse ein Kontrollumfeld zu entwickeln, das einen disziplinierten und bewussten Umgang mit den Risiken gewährleistet. Das Audit Committee wird dabei vom Leiter Konzernstab Finanzen & Controlling unterstützt.

GF ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, die das Kreditrisiko, das Marktrisiko (Währungs-, Zins- und Preisrisiko) und das Liquiditätsrisiko betreffen. Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über das Ausmass der einzelnen Risiken sowie die Ziele, Grundsätze und Prozesse für die Messung, Überwachung und Absicherung der finanziellen Risiken.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko ist das Risiko, finanzielle Verluste zu erleiden, wenn ein Kunde oder eine Gegenpartei eines Finanzinstruments seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das Kreditrisiko bei GF entsteht hauptsächlich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Bankguthaben.

GF investiert seine liquiden Mittel weltweit und vorwiegend als Einlagen bei bedeutenden Schweizer und deutschen Banken mit einem Rating von mindestens A. Gemäss der Anlagepolitik von GF werden diese Geschäfte nur mit kreditwürdigen kommerziellen Instituten abgewickelt. Diese Anlagen haben im Allgemeinen eine Laufzeit von unter drei Monaten. Daneben werden von den Konzerngesellschaften Kontokorrentguthaben bei Banken gehalten. Um die Gegenparteirisiken zu beschränken, werden die liquiden Mittel gezielt auf mehrere Banken verteilt.

Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten werden ebenfalls nur mit bedeutenden Finanzinstituten mit einem Rating von mindestens A abgeschlossen. Diese dienen der Absicherung von Währungsrisiken und Preisschwankungen beim Einkauf von Rohstoffen und Strom im Konzern.

Die Gefahr von Klumpenrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch die grosse Anzahl und die breite geografische Streuung der Kundenguthaben beschränkt. Das Ausmass des Kreditrisikos wird hauptsächlich durch die individuellen Charakteristiken jedes einzelnen Kunden bestimmt. Die Risikobeurteilung beinhaltet eine Prüfung der Kreditwürdigkeit basierend auf den finanziellen Verhältnissen des Kunden sowie Erfahrungen aus der Vergangenheit. Im Rahmen der Überwachung der Ausfallrisiken werden Kunden aufgrund der relevanten Faktoren gruppiert. Dazu gehören die geografische Herkunft, die Branche sowie etwaige frühere finanzielle Schwierigkeiten.

Das maximale Kreditrisiko auf Finanzinstrumenten entspricht den Buchwerten der relevanten finanziellen Aktiven. Es bestehen keine nennenswerten Garantien und ähnliche Verpflichtungen, die zu einer Erhöhung des Risikos über die Buchwerte hinausführen könnten. Das maximale Kreditrisiko per Bilanzstichtag war wie folgt:

Mio. CHF2013 2012
Flüssige Mittel641330
Übrige Forderungen1 2326
Rechnungsabgrenzungen1310
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen568524
Derivative Finanzinstrumente95
Übrige Finanzanlagen2 1410
Total1 268905

1 Ohne Steuerrückforderungen.
2 Betrifft Darlehen an Dritte, Kautionen sowie langfristig gehaltene Wertschriften zur Sicherstellung von Pensionsverbindlichkeiten. 

Marktrisiko

Das Marktrisiko ist das Risiko, dass Veränderungen bei Marktpreisen wie Wechselkursen, Zinssätzen und Börsenkursen eine Auswirkung auf den Gewinn und den Marktwert der durch GF gehaltenen Finanzinstrumente haben können. Das Ziel des Managements von Marktrisiken ist die Überwachung und Kontrolle von solchen Risiken, um sicherzustellen, dass diese Risiken einen bestimmten Umfang nicht überschreiten.

Währungsrisiko

GF ist aufgrund seiner internationalen Ausrichtung Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Diese Finanzrisiken treten bei Transaktionen auf, die in von der Funktionalwährung der betroffenen Gesellschaft unterschiedlichen Währungen stattfinden, insbesondere bei Wareneinkäufen und Warenverkäufen. Solche Transaktionen werden hauptsächlich in Schweizer Franken, Euro und US-Dollar abgewickelt. Durch währungskongruentes Einkaufen und Produzieren der Waren werden die Fremdwährungsrisiken reduziert. Fallweise werden US-Dollar oder Euro über Devisentermingeschäfte über höchstens zwölf Monate abgesichert.

Die Fair Value Hedges beinhalten Devisenterminkontrakte, die der Absicherung von Fremdwährungsdarlehen an Konzerngesellschaften dienen. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Verkehrswertänderungen werden für diese Kontrakte im Finanzergebnis ausgewiesen. Des Weiteren sind Devisenterminkontrakte enthalten, die der Absicherung von Währungsrisiken auf Forderungen dienen. Wie die Währungseffekte auf der zugrunde liegenden Bilanzposition werden auch die Gewinne und Verluste aus Verkehrswertänderungen dieser Kontrakte im «Übrigen betrieblichen Ertrag» verbucht.

Die Cashflow Hedges dienen der Absicherung von Währungsrisiken künftiger Umsätze in Fremdwährung. Das Volumen der Devisenterminkontrakte ist auf maximal 67% der erwarteten Umsätze begrenzt. Aus der Limitierung des Volumens resultiert eine 100%-Effektivität. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus Verkehrswertänderungen werden direkt im Eigenkapital erfasst. Zum Zeitpunkt der Fakturierung und Leistungserbringung erfolgt die Übertragung in die Erfolgsrechnung, wodurch die Devisenterminkontrakte zu Fair Value Hedges werden.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Kontraktwerte sowie die Marktwerte der per Bilanzstichtag offenen Devisentermingeschäfte (netto):

Devisenterminkontrakte, netto

Mio. CHFFair Value HedgesCashflow Hedges2013 2012
Kontraktwert23119250239
Wiederbeschaffungswert1 –7–2–9–5
Marktwert22417241234

1 Entspricht den unter den Wertschriften bilanzierten Verkehrswerten.

In den Fair Value Hedges sind neben US-Dollar-Kontrakten auch die Kontrakte für japanische Yen und die übrigen Währungen enthalten. Sämtliche offenen Devisentermingeschäfte werden innert sechs Monaten nach Bilanzstichtag fällig bzw. liquiditäts- und erfolgswirksam. Bei unveränderten Währungskursen würde den Mittelabflüssen von CHF 241 Mio. (brutto) ein Mittelzufluss von CHF 250 Mio. (brutto) entgegenstehen, woraus sich der positive Wiederbeschaffungswert in Höhe von CHF 9 Mio. ergibt. Davon entfallen auf Cashflow Hedges Mittelabflüsse von CHF 17 Mio. und ein Mittelzufluss von CHF 19 Mio.

Kontraktwerte, netto nach Währungen

Mio. CHF2013 2012
USD/CHF221219
TRY/USD11 
JPY/CHF1214
SGD/CHF44
SEK/CHF22
Total250239
Zinsrisiko

Das Zinsrisiko teilt sich auf in Veränderungen der zukünftigen Zinszahlungen aufgrund von Schwankungen des Marktzinssatzes und in ein zinsbedingtes Risiko einer Änderung des Marktwerts, d.h. das Risiko, dass sich der Marktwert eines Finanzinstruments aufgrund von Schwankungen des Marktzinssatzes verändert.

Marktwert-Sensitivitätsanalyse für festverzinsliche Finanzinstrumente: Im Konzern werden keine Marktwertschwankungen von festverzinslichen Finanzinstrumenten in der Erfolgsrechnung verbucht. Deshalb würde eine Veränderung der Zinssätze die Erfolgsrechnung nicht beeinflussen. Hedge Accounting für Zinssicherungsgeschäfte wurde bisher nicht angewendet.

Cashflow-Sensitivitätsanalyse für variabel verzinsliche Finanzinstrumente: Eine Erhöhung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt hätte das Konzernergebnis vor Steuern um CHF 5,3 Mio. (Vorjahr: CHF 0,3 Mio.) erhöht. Eine entsprechende Reduktion des Zinssatzes hätte eine wesentlich geringere Auswirkung in umgekehrter Richtung gehabt, da das aktuelle, durchschnittliche Zinsniveau für Geldanlagen deutlich unter einem Prozent liegt und eine Verzinsung unter Null Prozent nicht angenommen wird. Diese Analyse geht davon aus, dass alle anderen Einflussfaktoren unverändert bleiben.

Preisrisiko

Die zum Handel gehaltenen Wertschriften in der Höhe von CHF 3 Mio. unterliegen dem Preisrisiko (Börsenkurs). Aufgrund des nicht wesentlichen Umfangs dieser Titel besteht keine grosse Sensitivität auf Änderungen des Börsenkurses. Es handelt sich bei diesen Wertschriften um Schweizer Bluechips.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass GF seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen kann.

Die Sicherung der Liquidität wird permanent überwacht. Einerseits werden Liquiditätsreserven gehalten, um übliche Schwankungen im Mittelbedarf ausgleichen zu können. Andererseits stehen nicht beanspruchte Kreditlinien zur Verfügung, um grössere Schwankungen auffangen zu können. Der Totalbetrag an unbenutzten Kreditlinien per 31. Dezember 2013 beläuft sich auf CHF 482 Mio. Die Kreditlinien sind auf mehrere Banken verteilt, sodass keine massgebliche Abhängigkeit von einem einzelnen Bankinstitut besteht.

Die folgenden Tabellen zeigen die vertraglichen Fälligkeiten (inkl. Zinsen) der durch GF gehaltenen Finanzverbindlichkeiten am Ende der Berichtsperiode und des Vorjahres:

Mio. CHFBuchwertVertrag-liche Cash-flowsBis 6 Monate6 bis 12 Monate1 bis 5 JahreÜber 5 Jahre
2013      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen421421421   
Übrige Verbindlichkeiten kurzfristig/langfristig1 106106519451
Rechnungsabgrenzungen175175175   
Anleihen7968747320388159
Übrige Finanzverbindlichkeiten18319412136325
Total1 681 1 770 775 365 465 165
Mio. CHFBuchwertVertrag-liche Cash-flowsBis 6 Monate6 bis 12 Monate1 bis 5 JahreÜber 5 Jahre
2012      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen348348348   
Übrige Verbindlichkeiten kurzfristig/langfristig9595428441
Rechnungsabgrenzungen177177177   
Anleihen497554714533 
Übrige Finanzverbindlichkeiten148155864029 
Total1 265 1 329 660 62 606 1

1 Für weitere Details vgl. Erläuterung 17.

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Erläuterungen

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Bericht der Revisionsstelle

Als Revisionsstelle haben wir die Konzernrechnung der Georg Fischer AG bestehend aus konsolidierter Bilanz, konsolidierter Erfolgsrechnung, konsolidiertem Eigenkapitalnachweis, konsolidierter Geldflussrechnung und Anhang (Seiten 60 bis 106) für das am 31. Dezember 2013 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. 

Verantwortung des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung mit den Swiss GAAP FER und den gesetzlichen Vorschriften verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Konzernrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich.

Verantwortung der Revisionsstelle

Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Konzernrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Konzernrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Konzernrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Konzernrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Konzernrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Konzernrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.

Prüfungsurteil

Nach unserer Beurteilung vermittelt die Konzernrechnung für das am 31. Dezember 2013 abgeschlossene Geschäftsjahr ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den Swiss GAAP FER und entspricht dem schweizerischen Gesetz.

Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften

Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen.

In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltets internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Konzernrechnung existiert.

Wir empfehlen, die vorliegende Konzernrechnung zu genehmigen.

PricewaterhouseCoopers AG

signatures_Stefan-Raebsamen

Stefan Räbsamen
Revisionsexperte
Leitender Revisor

Zürich, 14. Februar 2014

signatures_Diego--Alvarez

Diego J. Alvarez
Revisionsexperte

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