Annual Report 2015

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Bilanz

per 31. Dezember 2015

Mio CHF Erläuterungen 2015 % 2014 %
Flüssige Mittel   549   374  
Wertschriften   10   6  
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (3) 640   643  
Vorräte (4) 640   666  
Forderungen aus Ertragssteuern (5) 13   9  
Übrige Forderungen (6) 49   62  
Geleistete Anzahlungen   14   26  
Rechnungsabgrenzungen   19   15  
Umlaufvermögen   1 934 63 1 801 60
Betriebliche Sachanlagen (7) 988   1 009  
Nicht betriebliche Liegenschaften (7) 39   44  
Immaterielle Anlagen (8) 26   27  
Latente Steueraktiven (11) 83   88  
Übrige Finanzanlagen (10) 13   20  
Anlagevermögen   1 149 37 1 188 40
Aktiven   3 083 100 2 989 100
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   420   419  
Anleihen (13) 200      
Übrige Finanzverbindlichkeiten (13) 158   154  
Darlehen von Personalvorsorgeeinrichtungen (13, 14) 27   27  
Übrige Verbindlichkeiten (15) 80   69  
Erhaltene Anzahlungen   55   52  
Laufende Steuerverpflichtungen   45   42  
Rückstellungen (12) 38   37  
Rechnungsabgrenzungen (16) 198   181  
Kurzfristiges Fremdkapital   1 221 39 981 33
Anleihen (13) 299   497  
Übrige Finanzverbindlichkeiten (13) 113   56  
Personalvorsorgeverpflichtungen (14) 120   131  
Übrige Verbindlichkeiten (15) 46   51  
Rückstellungen (12) 109   123  
Latente Steuerverpflichtungen (11) 45   46  
Langfristiges Fremdkapital   732 24 904 30
Fremdkapital   1 953 63 1 885 63
Aktienkapital (17) 4   4  
Kapitalreserven   24   33  
Eigene Aktien (19) –6   –9  
Gewinnreserven   1 059   1 029  
Eigenkapital Aktionäre Georg Fischer AG   1 081 35 1 057 35
Minderheitsanteile   49 2 47 2
Eigenkapital (17) 1 130 37 1 104 37
Passiven   3 083 100 2 989 100

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Erfolgsrechnung 2015

  Erläuterungen 2015 % 2014 %
Umsatz   3 640 100 3 795 100
Übriger betrieblicher Ertrag (23) 50   45  
Ertrag   3 690 101 3 840 101
Material- und Warenaufwand   –1 740   –1 841  
Bestandesänderungen an unfertigen und fertigen Erzeugnissen   25      
Betriebsaufwand (24) –628   –665  
Bruttowertschöpfung   1 347 37 1 334 35
Personalaufwand (25) –925   –935  
Abschreibungen auf Sachanlagen (7) –122   –122  
Amortisation auf immaterielle Anlagen (8) –4   –3  
Betriebliches Ergebnis (EBIT)   296 8 274 7
Zinsertrag (26) 2   3  
Zinsaufwand (26) –34   –39  
Übriger Finanzerfolg (26) –16   –6  
Ordentliches Ergebnis   248 7 232 6
Betriebsfremdes Ergebnis (27) 3   14  
Ausserordentliches Ergebnis (28)        
Konzernergebnis vor Ertragssteuern   251 7 246 6
Ertragssteuern (29) –53   –51  
Konzernergebnis   198 5 195 5
– Davon Aktionäre Georg Fischer AG   188   184  
– Davon Minderheitsanteile   10   11  
Gewinn je Aktie in CHF (18) 46   45  
Verwässerter Gewinn je Aktie in CHF (18) 46   45  

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Eigenkapitalnachweis 2015

Mio. CHF Erläuterungen Aktienkapital Kapitalreserven Eigene Aktien Goodwill verrechnet Umrechnungsdifferenzen Cashflow Hedging Übrige Gewinnreserven Gewinnreserven Eigenkapital Aktionäre Georg Fischer AG Minderheitsanteile Eigenkapital
Stand 31. Dezember 2013   41 60 –9 –319 –3 –17 1 182 843 935 43 978
Konzernergebnis               184 184 184 11 195
In der Berichtsperiode erfasste Umrechnungsdifferenzen           14     14 14 1 15
Veränderungen aus Cashflow Hedges (9, 15)           –12   –12 –12   –12
Verrechnung Goodwill mit dem Eigenkapital (2, 8)                      
Zugang akquirierter Minderheiten (2)                   –1 –1
Kauf eigener Aktien (19)     –21           –21   –21
Verkauf eigener Aktien (19)   2 16           18   18
Aktienbezogene Vergütung                        
– Übertragung für 2013 (19, 30)     5       –5 –5      
– Zuteilung für 2014 (19, 30)             5 5 5   5
Nennwertreduktion   –37               –37   –37
Dividenden (17)   –29             –29 –7 –36
Stand 31. Dezember 2014   4 33 –9 –319 11 –29 1 366 1 029 1 057 47 1 104
Konzernergebnis               188 188 188 10 198
In der Berichtsperiode erfasste Umrechnungsdifferenzen           –71     –71 –71 –1 –72
Veränderungen aus Cashflow Hedges (9, 15)           1   1 1   1
Verrechnung Goodwill mit dem Eigenkapital (2, 8)       –29       –29 –29   –29
Kauf eigener Aktien (19)     –13           –13   –13
Verkauf eigener Aktien (19)   1 11           12   12
Aktienbezogene Vergütung                        
– Übertragung für 2014 (19, 30)     5       –5 –5      
– Zuteilung für 2015 (19, 30)             6 6 6   6
Dividenden (17)   –10         –60 –60 –70 –7 –77
Stand 31. Dezember 2015   4 24 –6 –348 –60 –28 1 495 1 059 1 081 49 1 130

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Geldflussrechnung 2015

Mio. CHF Erläuterungen 2015 2014
Konzernergebnis   198 195
Ertragssteuern (29) 53 51
Finanzergebnis (26) 48 42
Abschreibungen und Amortisationen (7, 8) 126 125
Übriger nicht liquiditätswirksamer Erfolg   3 5
Bildung Rückstellungen, netto (12, 28) 30 22
Verbrauch Rückstellungen (12) –34 –28
Verlust/Gewinn aus Abgängen des Anlagevermögens   –22 –12
Veränderung      
– Vorräte   –2 20
– Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   –45 –36
– Übrige Forderungen und aktive Rechnungsabgrenzungen   3 1
– Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   26 –26
– Übrige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungen   21 –26
Bezahlte Zinsen   –32 –40
Bezahlte Ertragssteuern   –45 –45
Cashflow aus Betriebstätigkeit   328 248
Erwerb      
– Sachanlagen (7) –167 –152
– Immaterielle Anlagen (8) –4 –5
– Übrige Finanzanlagen     –4
Veräusserungen      
– Sachanlagen (7) 30 19
– Immaterielle Anlagen (8)   1
– Übrige Finanzanlagen   2 2
Erwerb/Veräusserungen Wertschriften   –1 –1
Cashflow aus Akquisitionen (2) –1 –22
Cashflow aus Devestitionen (2) –1 2
Erhaltene Zinsen   2 2
Cashflow aus Investitionstätigkeit   –140 –158
Freier Cashflow   188 90
Kauf eigener Aktien   –13 –21
Verkauf eigener Aktien   12 18
Bezahlte Nennwertreduktion     –37
Dividendenzahlung an Aktionäre Georg Fischer AG   –70 –29
Dividendenzahlung an Minderheitsaktionäre   –7 –7
Rückzahlung Anleihen (13)   –300
Aufnahme langfristiger Finanzverbindlichkeiten (13) 68 12
Rückzahlung langfristiger Finanzverbindlichkeiten (13) –4 –9
Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten   14 5
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit   0 –368
Umrechnungsdifferenz auf flüssigen Mitteln   –13 11
Netto-Cashflow   175 –267
Flüssige Mittel Anfang Jahr   374 641
Flüssige Mittel Ende Jahr1   549 374

Kasse, Post- und Bankguthaben: CHF 507 Mio. (Vorjahr: CHF 367 Mio.), Festgelder: CHF 42 Mio. (Vorjahr: CHF 7 Mio.).

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Anhang der Konzernrechnung

Grundsätze der Konzernrechnungslegung

Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden

Allgemeines //

Die Konzernrechnung der Georg Fischer AG wird in Übereinstimmung mit den gesamten Richtlinien der Fachempfehlungen zur Rechnungslegung (Swiss GAAP FER) erstellt. Im Weiteren wurden die Bestimmungen des Kotierungsreglements der SIX Swiss Exchange sowie des schweizerischen Aktienrechts eingehalten. Die Konsolidierung erfolgt aufgrund der nach einheitlichen Richtlinien erstellten Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften. Einheitlicher Stichtag ist der 31. Dezember.

Die Konzernrechnung wurde unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips erstellt, mit Ausnahme der Wertschriften, der Beteiligungen unter 20% und der derivativen Finanzinstrumente, die zu Verkehrswerten bewertet werden. Die Erstellung der Konzernrechnung verlangt vom Management, Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Bilanzierung beeinflussen. Wenn später derartige Einschätzungen und Annahmen, die vom Management zum Zeitpunkt der Bilanzierung nach bestem Wissen getroffen worden sind, von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen, werden die ursprünglichen Einschätzungen und Annahmen in jenem Berichtsjahr entsprechend angepasst, in dem sich die Gegebenheiten geändert haben.

Definition von nicht Swiss-GAAP-FER-konformen Kennzahlen // 

Das Zwischentotal Bruttowertschöpfung enthält alle betrieblichen Erträge abzüglich des Material- und Warenaufwands, der Bestandesänderungen der Vorräte und des Betriebsaufwands.

Da das Zwischentotal Bruttowertschöpfung für GF eine wichtige Steuerungsgrösse darstellt, erfolgt ein separater Ausweis in der Erfolgsrechnung.

Der EBITDA entspricht dem betrieblichen Ergebnis (EBIT) vor Abschreibungen auf Sachanlagen und Amortisation auf immaterielle Anlagen. Der EBITDA ist für GF eine wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahl, die einerseits eine Annäherung an den Cashflow aus Betriebstätigkeit darstellt und andererseits als Bezugsgrösse für Multiples verwendet wird.

Der freie Cashflow setzt sich aus dem Cashflow aus Betriebstätigkeit und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zusammen und wird in der Geldflussrechnung separat ausgewiesen.

Der freie Cashflow stellt nicht nur für GF eine wichtige Steuerungsgrösse dar, sondern ist auch in der Finanzbranche eine anerkannte und weitverbreitete Kennzahl.

Konsolidierungskreis und -methoden //

Die konsolidierte Jahresrechnung umfasst die Georg Fischer AG sowie alle in- und ausländischen Gesellschaften, an denen die ​Konzernholding direkt oder indirekt mit mehr als 50% der Stimmrechte beteiligt ist oder für die sie die operative und finanzielle Führungsverantwortung trägt. Diese Gesellschaften werden voll konsolidiert. Aktiven und Passiven sowie Erträge und Aufwendungen werden nach der Methode der Vollkonsolidierung zu 100% übernommen, konzerninterne Beziehungen (Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen) eliminiert und die Anteile von Minderheitsaktionären bzw. -gesellschaftern am Eigenkapital sowie am Ergebnis von konsolidierten Unternehmungen separat, aber als Teil des Konzerneigenkapitals bzw. -ergebnisses ausgewiesen. Zwischengewinne auf konzerninternen Transaktionen und Beständen werden ergebniswirksam eliminiert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Acquisitions­Methode. Die Anschaffungskosten einer akquirierten Gesellschaft werden dabei mit den nach konzerneinheitlichen Grundsätzen zum Verkehrswert bewerteten bilanzierten Nettoaktiven zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet.

Im Lauf des Jahres erworbene oder veräusserte Konzerngesellschaften werden vom Datum der Kontrollüber­nahme an konsolidiert und ab Datum der Kontrollabgabe aus der Konsolidierung erfolgswirksam ausgeschlossen.

Joint Ventures, für die der GF Konzern die gemeinschaftliche Führung zusammen mit einem Joint-Venture-Partner innehat, werden nach der Methode der Quotenkonsolidierung (anteiliger Einbezug) behandelt.

Gesellschaften, an denen der GF Konzern stimmenmässig mit mindestens 20%, aber weniger als 50% beteiligt ist oder auf die er auf andere Weise massgeblichen Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode erfasst und unter den Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften ausgewiesen. Beteiligungen unter 20% werden zum Verkehrswert bewertet und unter den übrigen Finanzanlagen bilanziert.

Umsatz und Ertragsrealisation //

Fakturierungen für Lieferungen und Leistungen werden als Umsatz bei Leistungserbringung bzw. bei Übertragung der wesentlichen Risiken und Chancen des Eigentums verbucht.

Die Beurteilung, ob die wesentlichen Risiken und Chancen bei einer Lieferung übertragen worden sind, erfolgt für jede Verkaufstransaktion separat aufgrund der vertraglichen Gestaltung der Transaktion. Die Übertragung des rechtlichen Eigentums alleine führt noch nicht zwangsläufig zur Übertragung der wesentlichen Risiken und Chancen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn

  • der Empfänger der Lieferung einen Leistungsanspruch für unzureichende Qualität der gelieferten Sache hat, die über die normalen Gewährleistungsansprüche hinausgeht
  • der Erhalt der Erlöse abhängig ist vom Weiterverkauf der Güter durch den Käufer
  • die Installation der Güter beim Empfänger ein wesentlicher Vertragsbestandteil ist
  • der Käufer ein Rückgaberecht aus einem vertraglich spezifizierten Grund hat und die Wahrscheinlichkeit einer solchen Rückgabe unsicher ist

Erbrachte Dienstleistungen werden in Abhängigkeit des Grades ihrer Fertigstellung als Umsatz verbucht, falls das Ergebnis der Dienstleistung verlässlich geschätzt werden kann.

Der Umsatz ist ohne Umsatz- und Mehrwertsteuer und nach Abzug von Gutschriften und Rabatten ausgewiesen. Für erwartete Gewährleistungs­ansprüche aus der Leistungserbringung werden angemessene Rückstellungen gebildet.

Währungsumrechnung //

Die einzelnen Gesellschaften erstellen ihre Abschlüsse in ihrer funktionalen Währung. Die in Fremdwährung gehaltenen monetären Aktiven und Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Die sich aus Transaktionen und aus der Umrechnung von Bilanzpositionen in Fremdwährung ergebenden Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Erfolgsrechnung ausgewiesen. Derivative ​Finanzinstrumente, die der Kurssicherung solcher Bilanzpositionen dienen, werden zum Verkehrswert bewertet. Bei Absicherung von vertraglich vereinbarten zukünftigen Cashflows (Hedge Accounting) wird die Bewertung des wirksamen Anteils von Veränderungen des Fair Values der Sicherungsinstrumente erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Besteht ein ineffektiver Teil, wird dieser sofort erfolgswirksam erfasst. Sobald aus dem abgesicherten Grundgeschäft ein Vermögenswert oder eine Verpflichtung resultiert, werden die vorgängig im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste ausgebucht und gleichzeitig mit dem Bewertungseffekt aus dem abgesicherten Grundgeschäft in die Erfolgsrechnung übertragen.

Die Konzernrechnung wird in Schweizer Franken ermittelt und dargestellt. Die Fremdwährungsabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden für Konsolidierungszwecke wie folgt in Schweizer Franken umgerechnet: Bilanz zu Wechselkursen am Bilanzstichtag, Erfolgs- und Geldflussrechnung zum durchschnittlichen Kurs des Geschäftsjahres. Aus der unterschiedlichen Umrechnung von Bilanzen und Erfolgsrechnungen sowie aus der Umrechnung von Konzerndarlehen mit Beteiligungscharakter in fremden Währungen entstehende Umrechnungsdifferenzen werden unter Berücksichtigung des latenten Steuereffektes im Eigenkapital erfasst. Bei Veräusserung einer ausländischen Tochtergesellschaft werden die zugehörigen kumulierten Fremdwährungsdifferenzen in die Erfolgsrechnung übertragen.

Fristigkeiten //

Dem Umlaufvermögen werden Aktiven zugeordnet, die entweder im ordentlichen Geschäftszyklus des Konzerns innerhalb eines Jahres realisiert oder konsumiert werden oder zu Handelszwecken gehalten werden. Alle übrigen Aktiven werden dem Anlagevermögen zugeordnet. Dem kurzfristigen Fremdkapital werden alle Verpflichtungen zugeordnet, die der Konzern im Rahmen des ordentlichen Geschäftszyklus unter Verwendung von operativen Geldflüssen zu tilgen gedenkt oder die innerhalb eines Jahres ab Bilanzstichtag fällig werden. Alle übrigen Verpflichtungen werden dem langfristigen Fremdkapital zugeordnet.

Segmentinformationen //

In Übereinstimmung mit der Führungsstruktur und der Berichterstattung an die Konzernleitung und den Verwaltungsrat bestehen die Berichtssegmente aus den drei operativ tätigen Divisionen GF Piping Systems, GF Automotive und GF Machining Solutions. GF Piping Systems entwickelt, produziert und vertreibt Rohrleitungssysteme für Industrie, Versorgung und Haustechnik. GF Automotive stellt Gussteile für die Automobilindustrie her und GF Machining Solutions entwickelt, produziert und vertreibt Funkenerosionsmaschinen, Fräsmaschinen, Lasermaschinen und Automatisierungslösungen. Zudem bietet GF Machining Solutions Serviceleistungen für diese Produkte an. Geschäftszweige innerhalb dieser Segmente wurden zu jeweils einem Berichtssegment zusammengefasst, da diese gleichartige Produkte mit vergleichbaren Produktionsprozessen herstellen und mit ähnlichen Vertriebsmethoden ähnliche Kundengruppen beliefern. Die Segmentrechnung wird bis auf Stufe betriebliches Ergebnis erstellt, da diese Kennzahl für Führungszwecke verwendet wird. Sämtliche operativen Aktiven und Verbindlichkeiten, die entweder direkt oder auf einer vernünftigen Grundlage den Segmenten zugeordnet werden können, werden in den entsprechenden Divisionen ausgewiesen. Es bestehen keine Unterschiede zwischen den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen der Segmentberichterstattung und denjenigen der Konzernrechnung.

Flüssige Mittel //

Die flüssigen Mittel werden zu Nominalwerten ausgewiesen. Sie bestehen aus Kassenbeständen, Post- und Bankguthaben sowie Festgeldanlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu 90 Tagen.

Wertschriften //

Wertschriften enthalten Handelsbestände sowie derivative Finanzinstrumente. Die laufenden Käufe und Verkäufe werden jeweils per Abschlussdatum, nicht per Lieferdatum, erfasst. Die Handelsbestände werden zum Marktwert bewertet, wobei die nicht realisierten Gewinne und Verluste erfolgswirksam erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen werden.

Derivative Finanzinstrumente //

Derivative Finanzinstrumente werden unter den Wertschriften bzw. im übrigen kurzfristigen Fremdkapital bilanziert. Zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken bedient sich der Konzern Devisentermin- und Optionskontrakten sowie Swaps. Zur Währungsabsicherung werden insbesondere Cashflow Hedges eingesetzt, um Währungsrisiken von sehr wahrscheinlichen zukünftigen Geldflüssen aus Verkäufen in Fremdwährung zu vermindern.

Forderungen //

Kurzfristige Forderungen werden zu Nominalwerten bilanziert. Das Delkredere wird aufgrund der Fälligkeitsstruktur und der erkennbaren Bonitätsrisiken bestimmt. Neben Einzelwertberichtigungen für spezifisch bekannte Forderungsrisiken werden zusätzliche Wertberichtigungen anhand statistischer Erhebungen über das Ausfallrisiko gebildet.

Vorräte //

Handelswaren werden in der Regel zu durchschnittlichen Einstandskosten, selbst erstellte Erzeugnisse zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie einen Teil der anzurechnenden Gemeinkosten. Skontoabzüge werden als Anschaffungspreisminderungen behandelt. Falls der Nettoverkaufswert tiefer ist, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vorratsbestände, die eine ungenügende Lagerumschlagshäufigkeit aufweisen, werden teil- oder vollwertberichtigt.

Sachanlagen //

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zu Herstellungskosten abzüglich der betriebswirtschaftlich notwendigen Abschreibungen und allfälliger Impairments bilanziert. Fremdkapitalkosten, die während der Erstellungsphase durch die Finanzierung von Anlagen im Bau entstehen, sind Teil der Anschaffungskosten, soweit sie wesentlich sind. Anlageobjekte, die über langfristige Leasingverträge als Finanzleasing beurteilt werden und finanziert sind, werden zum Barwert der Mindestleasingraten oder zum tieferen Verkehrswert bilanziert. Auf der Passivseite sind die entsprechenden Finanzleasingverpflichtungen ausgewiesen. Die Abschreibungen der Sachanlagen erfolgen linear über den Zeitraum der geschätzten Nutzungs- oder kürzeren Leasingdauer, d.h. für nicht betriebliche Liegenschaften und betriebliche Gebäude 30 bis 40 Jahre, Gebäudeeinrichtungen 8 bis 20 Jahre, Maschinen und Produktionsanlagen 6 bis 20 Jahre und übrige Sachanlagen (Fahrzeuge, IT-Systeme usw.) 1 Jahr bis 5 Jahre. Anlagen im Bau werden im Normalfall nicht abgeschrieben. Bezüglich Anlagen in Leasing wird auf den Absatz «Leasing» verwiesen. Wenn Komponenten grösserer Anlagen unterschiedliche Nutzungsdauern aufweisen, werden diese als separate Objekte abgeschrieben. Nutzungsdauern und Residualwerte werden jährlich per Bilanzstichtag überprüft, wobei allfällige Anpassungen erfolgswirksam erfasst werden. Alle sich aus dem Abgang von Sachanlagen ergebenden Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Immaterielle Anlagen //

Erworbene Lizenzen, Patente und ähnliche Rechte werden aktiviert und mit Ausnahme von Landnutzungsrechten über die geschätzte Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren linear amortisiert. Landnutzungsrechte werden über die Dauer des eingeräumten Nutzungsrechts linear amortisiert. Auf dieser Position ergeben sich Nutzungsdauern von bis zu 50 Jahren. Software wird über die geschätzte Nutzungsdauer von 1 Jahr bis 5 Jahren linear amortisiert.

Bei Unternehmenszusammenschlüssen wird der Goodwill zum Akquisitionszeitpunkt wie folgt ermittelt: der Fair Value der Nettoaktiven, zuzüglich im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss angefallener Transaktionskosten, zuzüglich des erfassten Betrags an Minderheitsanteilen an der erworbenen Gesellschaft, abzüglich des erfassten Betrags an erworbenen, bilanzierten Nettoaktiven.

Der aus Akquisitionen resultierende Goodwill oder negative Goodwill wird per Erwerbszeitpunkt mit den Gewinnreserven im Eigenkapital verrechnet. Bei Veräusserung eines Geschäftsteils ist der zu einem früheren Zeitpunkt mit dem Eigenkapital verrechnete Goodwill in die Erfolgsrechnung zu übertragen. Wenn der Kaufpreis von künftigen Ergebnissen abhängige Anteile enthält, werden diese im Erwerbszeitpunkt bestmöglich geschätzt und bilanziert. Ergeben sich bei der späteren definitiven Kaufpreisabrechnung Abweichungen, wird der mit dem Eigenkapital verrechnete Goodwill entsprechend angepasst.

Die Auswirkungen einer theoretischen Aktivierung und Amortisation des Goodwills werden in der Erläuterung 8 offengelegt.

Übrige Finanzanlagen //

Die übrigen Finanzanlagen bein­halten vorwiegend Darlehen gegenüber Dritten, längerfristig gehaltene Minderheitsbeteiligungen unter 20% sowie allfällige Personalvorsorgeaktiven. Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertberichtigungen bilanziert; der damit verbundene Zinsertrag wird mittels Effektivzinsmethode erfasst. Minderheitsbeteiligungen werden zum geschätzten Verkehrswert ausgewiesen.

Verbindlichkeiten //

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Verbindlichkeiten werden zu Nominalwerten bewertet.

Personalvorsorge //

Im Konzern bestehen im Einklang mit den entsprechenden landesrechtlichen Vorschriften Pensionspläne für Mitarbeitende. Diese sind mehrheitlich vom Konzern finanziell unabhängige Einrichtungen und Stiftungen. Die Finanzierung erfolgt in der Regel durch Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen aus den Personalvorsorgeplänen werden jährlich beurteilt. Die Ermittlung von allfälligen Über- und Unterdeckungen erfolgt aufgrund der Jahresabschlüsse der entsprechenden Vorsorgeeinrichtungen, die auf Swiss GAAP FER 26 (Schweizer Pläne) bzw. länderspezifisch anerkannten Methoden (ausländische Pläne) basieren. Die Aktivierung eines wirtschaftlichen Nutzens erfolgt, sofern es zulässig und beabsichtigt ist, um die Überdeckung zur Senkung der Arbeitgeberbeiträge einzusetzen. Bestehen frei verfügbare Arbeitgeberreserven, werden diese ebenfalls aktiviert. Eine wirtschaftliche Verpflichtung wird passiviert, sofern die Voraussetzungen für die Bildung einer Rückstellung erfüllt sind. Beide werden unter Personalvorsorgeverpflichtungen ausgewiesen. Veränderungen des wirtschaftlichen Nutzens oder der wirtschaftlichen Verpflichtung werden wie die für die Periode angefallenen Beiträge erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst.

Rückstellungen //

Rückstellungen werden vorgenommen, wenn ein vergangenes Ereignis zu einer gegenwärtigen Verpflichtung geführt hat, ein Mittelabfluss wahrscheinlich ist und dieser zuverlässig bemessen werden kann. Die Höhe der Rückstellung basiert auf einer bestmöglichen Schätzung der Erfüllung der Verpflichtung.

Steuern //

Alle Steuerverpflichtungen werden, unabhängig von ihrer Fälligkeit, zurückgestellt. Laufende Ertragssteuern werden auf dem steuerbaren Ergebnis berechnet. Latente Ertragssteuern werden gemäss der Balance-Sheet-Liability-Methode auf allen temporären Differenzen zwischen den gemäss Swiss GAAP FER ermittelten Werten und den Werten der Steuerbilanzen berechnet. Steuerlich anrechenbare Verlustvorträge werden bilanziert, wenn die steuerliche Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen oder latenten Steuerverpflichtungen realisierbar scheint. Für die Berechnung der latenten Steuern kommen die länderspezifischen Steuersätze zur Anwendung. Eine Verrechnung von Steueraktiven und -verpflichtungen findet statt, wenn diese dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerhoheit betreffen und ein Verrechnungsanspruch bei laufenden Steuern besteht. Für temporäre Bewertungsdifferenzen auf Beteiligungen werden keine latenten Steuern erfasst, wenn der zeitliche Verlauf der temporären Differenzen der Kontrolle des Konzerns unterliegt und damit zu rechnen ist, dass sich diese in absehbarer Zeit nicht auflösen werden.

Leasing //

Verträge für Finanzleasing werden in den Sachanlagen und den übrigen Finanzverbindlichkeiten bilanziert, wenn Risiken und Nutzen bei Vertragsabschluss mehrheitlich an die Konzerngesellschaft übergehen. Die Leasingraten werden in Zinsaufwand und Tilgungsbetrag gemäss Annuitätenmethode aufgeteilt. Die Abschreibung der Leasinggegenstände erfolgt über die geschätzte Nutzungs- oder kürzere Leasingdauer. Zahlungen für operatives Leasing werden über die Leasingdauer erfolgswirksam im Betriebsaufwand erfasst.

Finanzielle Verpflichtungen //

Finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Bankdarlehen, Hypotheken und Anleihen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich erfolgswirksam auf Basis der Effektivzinsmethode erfasst. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierenden Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten dieses Vermögenswerts aktiviert.

Forschung und Entwicklung //

Forschungskosten werden in dem Zeitraum, in dem sie anfallen, in der Erfolgsrechnung als Aufwand verbucht. Entwicklungs­kosten werden nur und insoweit aktiviert, wenn nachfolgende Kriterien kumulativ erfüllt sind:

  • die Kosten sind klar definiert, dem Produkt oder Prozess klar zuordenbar und kalkulatorisch nachgewiesen
  • die technische Machbarkeit kann aufgezeigt werden
  • die Absicht besteht, das Produkt zu produzieren und zu vermarkten oder den Prozess anzuwenden
  • ein Markt besteht
  • die intern benötigten Ressourcen sind vorhanden 
  • der aktivierte Betrag ist durch entsprechende zukünftige Cashflows gedeckt

Impairment //

Die Werthaltigkeit des Anlagevermögens (insbesondere Sachanlagen, immaterielle Anlagen, Finanzanlagen sowie der in der Schattenrechnung unter Erläuterung 8 ausgewiesene Goodwill) wird mindestens einmal jährlich beurteilt. Liegen Indikatoren einer Werteinbusse vor, wird eine Berechnung des realisierbaren Werts (Impairment-Test) durchgeführt. Übersteigt der Buchwert eines Aktivums den realisierbaren Wert, erfolgt eine erfolgswirksame Wertanpassung. Da der Goodwill bereits zum Erwerbszeitpunkt mit dem Eigenkapital verrechnet wird, führt eine Wertminderung beim Goodwill nicht zu einer Belastung der Erfolgsrechnung, sondern lediglich zu einer Offenlegung im Anhang.

Eventualverpflichtungen //

Eventualverpflichtungen werden aufgrund von Wahrscheinlichkeit und Höhe der möglichen zukünftigen Verpflichtungen beurteilt und im Anhang offengelegt.

Zum Verkauf stehende Aktiven //

Vermögenswerte und Veräusserungsgruppen werden als «zum Verkauf stehend» klassifiziert, wenn der Buchwert des Vermögenswerts oder der Veräusserungsgruppe überwiegend durch ein Veräusserungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll.

Zu diesem Zweck werden die entsprechenden Vermögenswerte oder Veräusserungsgruppen gesondert im Umlaufvermögen bilanziert. Die Umbuchung erfolgt nur dann, wenn das Management den Verkauf beschlossen und mit der Suche nach den Käufern begonnen hat. Zudem muss der Vermögenswert oder die Veräusserungsgruppe in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräusserbar sein, und die Veräusserung muss höchstwahrscheinlich innerhalb eines Jahres erfolgen.

Vermögenswerte oder Veräusserungsgruppen, die als «zum Verkauf stehend» klassifiziert werden, sind zum niedrigeren Buchwert oder Marktwert abzüglich Veräusserungskosten bilanziert, und allfällige Wertminderungen aus der erstmaligen Klassifizierung in «zum Verkauf stehend» werden in der Erfolgsrechnung erfasst. Zudem werden «zum Verkauf stehende» Vermögenswerte und Veräusserungsgruppen ab dem Zeitpunkt der Reklassifizierung nicht mehr planmässig abgeschrieben. Die auf den Verkaufsgewinn bezahlten laufenden sowie latenten Steuern sind als Teil des Ertragssteueraufwands auszuweisen.

Schulden korrespondierend zum Verkauf stehender Aktiven sind getrennt von anderen Schulden in der Bilanz auszuweisen und dürfen nicht mit den Vermögenswerten saldiert werden. Der Ausweis erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Aufgegebene Geschäftsbereiche //

Aufgegebene Geschäftsbereiche werden ausgewiesen, sobald ein Unternehmens­bestandteil mit Geschäftsaktivitäten und Mittelzuflüssen/-abflüssen, die operativ und für die ­Zwecke der Rechnungslegung vom übrigen Unternehmen klar abgegrenzt werden können, als zur Veräusserung bestimmt klassifiziert wird oder bereits devestiert ist und der Geschäftsbereich entweder

  • einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt und
  • Teil eines abgestimmten Gesamtplans zur Veräusserung eines gesonderten wesentlichen Geschäftszweigs oder geografischen Geschäftsbereichs ist und
  • eine eigenständige Technologie darstellt

Der Umsatz und das betriebliche Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen werden im Anhang separat offengelegt. Die Offenlegung umfasst auch die Zahlen der Vorjahresperiode (als ob der Geschäftsbereich bereits zu Beginn des Vergleichsjahres aufgegeben worden wäre).Informationen, die im Zusammenhang mit dem aufgegebenen Geschäftsbereich stehen, werden im Anhang separat unter Erläuterungen 2 und 28 ausgewiesen.

Eigene Aktien, aktienbezogene Vergütungen und Gewinn je Aktie //

Eigene Aktien werden mit ihrem Anschaffungswert als separate Minusposition im Eigenkapital erfasst. Mehr- oder Mindererlöse aus der Veräusserung eigener Aktien werden den Kapitalreserven gutgeschrieben bzw. belastet.

Aktienbezogene Vergütungen an Mitglieder der Konzernleitung und des oberen Kaders werden zum Zeitpunkt der Zuteilung zum Verkehrswert bewertet und in der Periode der Leistungserbringung dem Personalaufwand belastet.

Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Anteil des Konzernergebnisses, der auf die Aktionäre der Georg Fischer AG entfällt, geteilt durch den gewichteten Mittelwert der Anzahl der während der Berichtsperiode ausstehenden Aktien. Der verwässerte Gewinn je Aktie berücksichtigt zusätzlich sämtliche potenziellen Aktien, die z.B. aus der Ausübung von Options- oder Wandelrechten hätten entstehen können.

Annahmen und Einschätzungen des Managements

Wesentliche Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden //

Die Rechnungslegung erfordert Einschätzungen und das Treffen von Annahmen, welche die Konzernrechnung von GF insbesondere in den nachstehend beschriebenen Bereichen massgeblich beeinflussen können, sollten die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen und Annahmen des Managements abweichen.

Wertminderungen von Anlagegütern //

Die Werthaltigkeit der Anlagegüter und immateriellen Werte werden immer dann überprüft, wenn deren Buchwerte aufgrund veränderter Umstände oder Ereignisse allenfalls nicht mehr einbringbar sind. Dabei wird beim Eintreten einer solchen Situation der Wert ermittelt, der sich aufgrund der erwarteten zukünftigen Einnahmen als wieder einbringbar erweist. Als einbringbarer Wert gilt der höhere von abdiskontierten zukünftig erwarteten Nettogeldzuflüssen oder erwartetem Nettoveräusserungspreis. Sofern diese Werte geringer als deren aktueller Buchwert sind, findet eine Wertminderung des Buchwerts bis auf die Höhe des einbringbaren Werts statt. Diese Wertminderung wird erfolgswirksam im Aufwand erfasst. Wichtige Annahmen dieser Berechnungen sind Wachstumsraten, Margen und Diskontsätze. Die effektiv erzielten Geldflüsse können stark von den abdiskontierten Projektionen abweichen.

Rückstellungen für Gewährleistungen und belastende Verträge //

 Im Rahmen der ordentlichen Geschäftstätigkeit können Konzerngesellschaften in strittige Verfahren verwickelt werden. Rückstellungen für pendente Verfahren werden aufgrund der vorhandenen Informationen auf Basis eines realistischerweise zu erwartenden Geldabflusses bemessen. Je nach Ausgang dieser Verfahren können Ansprüche gegen den Konzern entstehen, deren Erfüllung möglicherweise nicht oder nicht vollständig durch Rückstellungen oder Versicherungsleistungen gedeckt ist. Bestehen vertragliche Verpflichtungen, bei denen die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung dieser Verpflichtung höher sind (z.B. Drohverluste aus Lieferverträgen) als deren erwarteter wirtschaftlicher Nutzen, werden im Umfang der vereinbarten Mengen über die gesamte oder über eine vorsichtig abgeschätzte Dauer entsprechende Rückstellungen gebildet. Diese basieren auf Einschätzungen des Managements. Die Buchwerte solcher Rückstellungen gehen aus der Erläuterung 12 hervor.

Ertragssteuern //

Die Bemessung der laufenden Steuerverpflichtungen unterliegt einer Auslegung der Steuergesetze in den entsprechenden Ländern, deren Angemessenheit im Rahmen der endgültigen Einschätzung oder von Betriebsprüfungen durch die Steuerbehörden beurteilt wird. Daraus können sich wesentliche Anpassungen an den Steueraufwand ergeben. Im Weiteren bedingt die Beurteilung der Aktivierbarkeit steuerlich verwendbarer Verlustvorträge eine kritische Einschätzung der wahrscheinlichen Verrechenbarkeit mit künftigen Gewinnen, die von vielfältigen Einflüssen und Entwicklungen abhängen. Die Buchwerte der laufenden und latenten Steueraktiven und -verpflichtungen gehen aus der Konzernbilanz hervor.

Risk Management


Enterprise Risk Management als ganzheitlicher Risikoprozess wurde im Jahr 2015 auf allen Stufen des Konzerns systematisch angewendet. Die drei Divisionen, die Konzernführung sowie alle wichtigen Konzerngesellschaften erstellten im Mai und November eine Risikoübersicht mit den wesentlichen Risiken in den Bereichen Strategie, Märkte, Betrieb, Management und Ressourcen, Finanzen sowie Nachhaltigkeit. Die Gliederung der Eintretenswahrscheinlichkeit erfolgte in vier Kategorien. Wo möglich und sinnvoll, wurden die erfassten Risiken unter Berücksichtigung von bereits umgesetzten Massnahmen quantifiziert; ansonsten kam eine qualitative Bewertung zur Anwendung.

Das aus Vertretern der Divisionen und der Konzernführung zusammengesetzte Risk Council unter der Leitung des Chief Risk Officers traf sich zu zwei Sitzungen, die folgende Themen zum Inhalt hatten: Optimierung der halbjährlichen Risikoberichterstattung mit verstärktem Fokus auf die Umsetzung von Massnahmen, Business Continuity Management, Koordination von Aktivitäten im Bereich Enterprise Risk Management und Analyse der Risikoübersichten.

In Übereinstimmung mit der halbjährlichen Berichterstattung behandelten die Konzernleitung und das Management der Divisionen das Thema Enterprise Risk Management im Berichtsjahr je zweimal. Dabei wurden stufengerecht die wesentlichen Risiken von Konzerngesellschaften, Divisionen und Konzern bestimmt und geeignete Massnahmen zur Risikoreduzierung definiert. Der Verwaltungsrat befasste sich im Dezember 2015 mit dem Thema Enterprise Risk Management. Dabei analysierte er die präsentierten Risikoübersichten und bestimmte die aus seiner Sicht wesentlichen Risiken und Massnahmen zur Risikominimierung.

Das stufenweise Vorgehen mit Workshops für das Management der Divisionen, die Konzernleitung und den Verwaltungsrat hat sich bewährt, ebenso die Prüfung der Risk Maps der Konzerngesellschaften durch die Interne Revision.

Als wesentliche Risiken wurden die Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China, die Zyklizität einzelner Geschäftsbereiche der Divisionen, die Produktqualität und Produktwettbewerbsfähigkeit sowie die Entwicklung der Währungen erkannt.

Massnahmen zur Reduzierung dieser und anderer Risiken wurden definiert und befinden sich in Übereinstimmung mit strategischen Zielen des Konzerns und der drei Divisionen in der Umsetzung.

Finanzielles Risikomanagement

Der Verwaltungsrat hat die oberste Verantwortung über das finanzielle Risikomanagement. Er hat das Audit Committee ­beauftragt, die Entwicklung und Durchsetzung der Grundsätze für das Risikomanagement zu überwachen. Das Audit Committee berichtet über diesen Sachverhalt regelmässig an den Verwaltungsrat.

Die etablierten Grundsätze für das Risikomanagement sind darauf ausgerichtet, die Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist, zu identifizieren und zu analysieren sowie Kontrollen zu etablieren. Die Grundsätze des Risikomanagements sowie die angewandten Prozesse werden regelmässig überprüft, um Veränderungen im Marktumfeld sowie in den Tätigkeiten des
Konzerns zu berücksichtigen. Es ist das Ziel, durch die bestehenden Ausbildungs- und Führungsrichtlinien und -prozesse ein Kontrollumfeld zu entwickeln, das einen disziplinierten und bewussten Umgang mit den Risiken gewährleistet. Das Audit Committee wird dabei vom Leiter Konzernstab Finanzen & Controlling unterstützt.

GF ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt, die das Kreditrisiko, das Marktrisiko (Währungs-, Zins- und Preisrisiko) und das Liquiditätsrisiko betreffen. Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über das Ausmass der einzelnen Risiken sowie die Ziele, Grundsätze und Prozesse für die Messung, Überwachung und Absicherung der finanziellen Risiken.

Mehr Informationen finden Sie im PDF Konzernrechnung: Download-Center

Erläuterungen

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Beteiligungsgesellschaften

Bericht der Revisionsstelle


Als Revisionsstelle haben wir die Konzernrechnung der Georg Fischer AG bestehend aus konsolidierter Bilanz, konsolidierter Erfolgsrechnung, konsolidiertem Eigenkapitalnachweis, konsolidierter Geldflussrechnung und Anhang (Seiten 58 bis 100) für das am 31. Dezember 2015 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Verantwortung des Verwaltungsrats //

Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung mit den Swiss GAAP FER und den gesetzlichen Vorschriften verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Konzern­rechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich.

Verantwortung der Revisionsstelle //

Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Konzernrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Konzernrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Konzernrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Konzernrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Konzernrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Konzernrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.

Prüfungsurteil //

Nach unserer Beurteilung vermittelt die Konzernrechnung für das am 31. Dezember 2015 abgeschlossene Geschäftsjahr ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den Swiss GAAP FER und entspricht dem schweizerischen Gesetz.

Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften//

Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR und Art. 11 RAG) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen.

In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrats ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Konzernrechnung existiert.

Wir empfehlen, die vorliegende Konzernrechnung zu genehmigen.

Zürich, 19. Februar 2016

PricewaterhouseCoopers AG

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Stefan Räbsamen
Revisionsexperte
Leitender Revisor

 

mat_gf_160224-unterschrift-uehli-letter-to-stakeholders

Roman Uehli
Revisionsexperte