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Georg Fischer in 2012

Finanzielle Übersicht

Das Geschäftsjahr 2012 hat die Strategie von Georg Fischer bestätigt: Dank der weltweiten Präsenz konnte der Konzern die wirtschaftliche Abkühlung in Europa kompensieren. GF Piping Systems und GF AgieCharmilles haben dies mit ihrer weitreichenden Präsenz in Asien sowie Nord- und Südamerika erreicht; die Verlagerung in diese Märkte läuft. GF Automotive litt unter der geringen Lkw-Produktion und dem Rückgang bei den Verkäufen von Kleinwagen in Europa. Trotz der erfolgreichen Giessereien in China konnte die Division den Rückgang nicht vollständig ausgleichen.

Währungseffekte

Georg Fischer konnte das Nettofremdwährungsexposure, das sich Ende 2011 auf rund CHF 300 Mio. belaufen hatte, per Ende 2012 auf rund 5 Prozent des Umsatzes reduzieren. Das verbleibende Exposure betrifft hauptsächlich den US-Dollar und die vom US-Dollar abhängigen Währungen. Per Ende 2012 wirkte sich die Währungsentwicklung mit CHF 24 Mio. auf den Umsatz und CHF 12 Mio. auf das EBIT positiv aus.

Umsatz

Der Umsatz stieg um 3 Prozent auf CHF 3,6 Mia. Auf vergleichbarer Basis erreichte er das Niveau von 2011. Im Jahr 2012 zeigten die drei Divisionen unterschiedliche Entwicklungen. GF Piping Systems erreichte ein Umsatzwachstum von 11 Prozent (auf vergleichbarer Basis 3 %) mit CHF 645 Mio. im ersten und CHF 654 Mio. im zweiten Halbjahr. GF Automotive wurde im zweiten Halbjahr vom Rückgang im Lkw-Segment und bei den Kompaktautos belastet; der Umsatz ging um 5 Prozent zurück. GF AgieCharmilles konnte 2012 ein stärkeres zweites Halbjahr verzeichnen; der Umsatz erreichte CHF 444 Mio. im Vergleich zu CHF 398 Mio. in den ersten sechs Monaten. Unter dem Strich wies die Division einen Umsatzanstieg von 5 Prozent aus.

EBIT

Im Jahr 2012 ging das EBIT geringfügig von CHF 233 Mio. in 2011 auf CHF 221 Mio. zurück. GF Piping Systems trug rund 60 Prozent bei. Aufgrund der saisonalen Effekte lag das Betriebsergebnis im ersten Halbjahr wie üblich höher (CHF 113 Mio.) als im zweiten Halbjahr (CHF 108 Mio.). Die EBIT-Marge (Return on Sales, ROS) betrug 6,1 Prozent (gegenüber 6,6 % in 2011).

Konzernergebnis

Der Verkauf der nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten von GF Automotive führte zu nicht liquiditätswirksamen Belastungen in der Höhe von CHF 28 Mio. Das Konzernergebnis betrug CHF 127 Mio., verglichen mit CHF 168 Mio. in 2011 (-24 %). Alle drei Divisionen haben für die Aktionäre erneut Wert generiert. Der ROIC liegt deutlich über den Kapitalkosten.

ROIC

Nach der erheblichen Steigerung von 9,1 Prozent im Jahr 2010 auf 13,4 Prozent 2011 erreichte der Konzern in 2012 einen ROIC von 12,1 Prozent.

Freier Cashflow

Der Cashflow aus dem operativen Geschäft belief sich auf CHF 229 Mio., was 6 Prozent des Umsatzes entspricht. Aufgrund der Akquisitionen von CHF 78 Mio. für Harvel Plastics und Independent Pipe Products (IPP) sank der freie Cashflow auf CHF 19 Mio. Ohne diese Investitionen würde der freie Cashflow mit CHF 97 Mio. knapp unter den CHF 103 Mio. von 2011 liegen.

Nettoverschuldung

Die Nettoverschuldung stieg von CHF 294 Mio. auf CHF 334 Mio. an, was hauptsächlich auf die Akquisitionen und Dividendenzahlung zurückzuführen ist.

Ausschüttung

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine unveränderte Dividende von CHF 15 je Aktie vor, zahlbar aus Reserven aus Kapitaleinlagen. Die vorgeschlagene Dividende entspricht einer Ausschüttungsquote von 50 Prozent.

Wertschöpfung

Die Wertschöpfung erreichte 2012 CHF 1,23 Mia. (Vorjahr: CHF 1,22 Mia.). 77 Prozent der Wertschöpfung (Vorjahr: 82 %) entfielen auf Europa, insbesondere die Schweiz (32 %), auf Deutschland (24 %) und Österreich (14 %). Asien sowie Nord- und Südamerika trugen mit 23 Prozent zur Bruttowertschöpfung bei. Die Personalkosten erhöhten sich von CHF 853 Mio. auf CHF 883 Mio.

Finanzierung

Der Konzern hat in 2011 einen neuen Syndikatskredit über CHF 250 Mio. ausgehandelt, der zu besseren Konditionen den alten Kredit ersetzt. Diese bis jetzt nicht genutzte Kreditlinie erhöht den finanziellen Spielraum für Akquisitionen von GF Piping Systems im Rahmen der Strategie.

Bilanz

Die Bilanzsumme bleibt mit CHF 2,9 Mia. unverändert. Die Eigenkapitalquote betrug zum Jahresende hohe 44 Prozent, 2 Prozent mehr als 2011.

Mitarbeitende

Die Zahl der Mitarbeitenden stieg um 259 auf 13 412. Durch die Akquisitionen von Harvel und IPP nahm die Zahl der Mitarbeitenden in Amerika zu; das Wachstum in Asien erforderte ebenfalls mehr Mitarbeitende. Durch den Verkauf der beiden Giessereien von GF Automotive in Deutschland (rund -450 Mitarbeitende) sowie die schwierigen Marktverhältnisse sank der Personalbestand in Europa auf 8 871.

Strategie und Ziele

Die im Jahr 2010 definierte Strategie von Georg Fischer wird seit 2011 umgesetzt. Hauptpfeiler sind die Steigerung der Performance und die Reduktion der Zyklizität. Die Aufwertung des Schweizer Frankens und die wirtschaftliche Abkühlung in der Eurozone erschweren das Erreichen unserer Rentabilitätsziele (siehe Kapitel «Ausblick»). Dennoch bestätigen wir die Ziele, da die Umsetzung der wichtigsten strategischen Massnahmen planmässig verläuft.

Während der Schwerpunkt in Europa auf Produktivitätsund Effizienzgewinnen liegt, verstärkten unsere Divisionen ihre Präsenz in Asien. Der Beitrag der asiatischen Märkte zum Konzernumsatz stieg von 19 Prozent (2011) auf 21 Prozent, wobei Chinas Anteil 15 Prozent betrug. Der Anteil von GF Piping Systems am Umsatz stieg von 33 auf 36 Prozent, jener von GF AgieCharmilles blieb mit 23 Prozent stabil, während der Anteil von GF Automotive im Vergleich zu 2011 von 44 auf 41 Prozent sank. Dies ist nicht zuletzt auf den Verkauf der Aluminiumsandgussgiessereien zurückzuführen.

Mit dem Erwerb von Independent Pipe Products (IPP), Dallas, Texas (USA), Amerikas führendem Hersteller von Rohren und Fittings aus Polyethylen mit grossen Durchmessern, legte GF Piping Systems den Grundstock für weiteres Wachstum im US-Markt für die Wasserinfrastruktur. Wir werden weitere Übernahmemöglichkeiten prüfen, vor allem dort, wo auf der Landkarte noch weisse Flecken vorhanden sind, um komplementäre Produkte zu finden und neue Märkte zu erschliessen.

Ausblick 2013

Wir rechnen für 2013 nicht mit einer grundlegenden Erholung der Nachfragesituation in Europa. Vor diesem Hintergrund werden wir weiter in die asiatischen Märkte sowie auf dem amerikanischen Kontinent expandieren, während der Schwerpunkt in Europa auf der Steigerung der Produktivität liegt. Obwohl es in China und den USA Anzeichen für eine Erholung der Nachfrage gibt, bleibt eine Voraussage zur allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung zumindest in den für uns relevanten Geschäftsfeldern schwierig. Wir bestätigen jedoch die mittelfristigen Rentabilitätsziele für 2015 für einen ROIC in der Grössenordnung von 15 Prozent und einen ROS zwischen 8 und 9 Prozent.

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Divisionen

GF Piping Systems

Ergebnis

GF Piping Systems erreichte einen Umsatz von CHF 1,3 Mia. (+11 %), dies auch dank des Erwerbs von zwei Unternehmen im US-amerikanischen Markt. Die Aufwertung des US-Dollars führte 2012 zu einem positiven Effekt. Das Betriebsergebnis der Division schwächte sich leicht von CHF 137 Mio. auf CHF 130 Mio. ab, was einer Marge von 10 Prozent entspricht. Der ROIC betrug 13,9 Prozent, erneut der höchste aller Divisionen.

Märkte

Wachsende Marktsegmente wie Energie, Kältetechnik, Schiffsbau, Bergbau und Hygienelösungen verzeichneten hohe und viel versprechende Wachstumsraten und halfen, die Schwäche in der Halbleiter- und Solarzellenproduktion auszugleichen. Die Nachfrage nach sicherer Wasserversorgung, einer der grossen Trends, blieb hoch. Die grösste Herausforderung im Jahr 2012 war der Abschwung im Mikroelektronikgeschäft in den Industriemärkten weltweit und besonders in Westeuropa. Der südeuropäische Markt schrumpfte weiter, was die Auslastung unserer europäischen Produktionsstätten beeinträchtigte. Die dortige Nachfrage nach Produkten in den Bereichen Versorgung und Haustechnik war bedeutend tiefer und beeinflusste die Auslastung der europäischen Produktionsbetriebe.

Um der steigenden Nachfrage in China und Südostasien gerecht zu werden, wurden die Produktionsstätten in China und Malaysia vergrössert. Im Oktober 2012 weihte GF Piping Systems den zwölften Standort in China ein. Zuvor fanden zwei strategische Akquisitionen einen erfolgreichen Abschluss. Der im Januar 2012 abgeschlossene Erwerb von Harvel Plastics stärkt die Position in den Industriemärkten in den USA und in Asien. Im Mai 2012 wurde Independent Pipe Products Inc (IPP) in Dallas, Texas (USA), übernommen.

Ausblick

Die Lage in Südeuropa bleibt weiterhin gedämpft; wir erwarten jedoch ein solides Wachstum in den Kernsegmenten in der nördlichen und südlichen Hemisphäre. China ist nach wie vor ein Haupttreiber des Wachstums. Deshalb plant GF Piping Systems verstärkte Investitionen in die neue Produktionsstätte in Zhuozhou (China) und in eine lokale Industrieproduktion in Schanghai. Wir sehen ausserdem weitere Möglichkeiten in den wichtigsten Anwendungen des Wasserzyklus, in der Industrie wie auch in der Versorgung sowie im wachsenden Bergbausegment. Bei der Wasser- und Gasversorgung dürfte die weltweite Erholung des globalen Infrastrukturmarkts weitergehen. Gemäss der Strategie für 2015 wird GF Piping Systems weitere strategische Akquisitionen Platitätigen, um die Position in den bestehenden Märkten zu stärken und neue Märkte zu erschliessen.

GF Automotive

Ergebnis

Der Umsatz sank von CHF 1,54 Mia. auf CHF 1,46 Mia. Der Rückgang im Automobilgeschäft wirkte sich auf die Auslastung der Produktionsstätten aus. Das Betriebsergebnis erreichte CHF 54 Mio. nach CHF 69 Mio. in 2011, was einem ROS von 3,7 Prozent (2011: 4,5 %) entspricht. Der ROIC lag bei 10,3 Prozent.

Märkte

In Europa sah sich GF Automotive mit einer geringeren Nachfrage von Lkw- und Kleinwagenherstellern konfrontiert. Die Nachfrage nach Premiumwagen blieb stabil. Die Umsätze in China konnten weiter gesteigert werden, ohne jedoch die schwache Entwicklung in Europa vollständig auszugleichen. Dies führte in allen Produktionsstätten in Europa zu einer Anpassung beim Temporärpersonal und bei der Überzeit.

Ausblick

GF Automotive setzt im Leichtbau Massstäbe für ihre Kunden. Das Bedürfnis nach Leichtbaulösungen nimmt stetig zu und garantiert eine starke Nachfrage nach den von GF Automotive angebotenen Konzepten. Die im Oktober 2012 in Betrieb genommene, hochmoderne Formanlage in Mettmann wird zu einer grossen Effizienzsteigerung beitragen und die Wettbewerbsfähigkeit im Kernmarkt Deutschland sicherstellen. Um das hohe Wachstum in China bewältigen zu können, wird die Kapazität der dortigen Giessereien erhöht.

GF AgieCharmilles

Ergebnis

Die erfolgreiche Umsetzung verschiedener Massnahmen zur Verkaufs- und Profitabilitätssteigerung spiegelt sich im Resultat von GF AgieCharmilles wider. Der Umsatz der Division stieg um 5 Prozent auf CHF 842 Mio. Das Betriebsergebnis konnte deutlich von CHF 37 Mio. (2011) auf CHF 45 Mio. gesteigert werden. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 5,3 Prozent, verglichen mit 4,6 Prozent im Vorjahr. Der ROIC verbesserte sich auf 13,4 Prozent.

Märkte

Von einem renommierten chinesischen Hersteller von Bauteilen für elektronische Geräte erhielt GF AgieCharmilles zum Jahresbeginn 2012 den bisher grössten Einzelauftrag in ihrer Geschichte. Geliefert wurden rund 100 Elektroerosions- und Fräsmaschinen im Wert von über CHF 20 Mio. Zum Jahresbeginn 2013 wurde ein Folgeauftrag für 55 Maschinen erteilt. Asien war in 2012 der klare Wachstumstreiber und steigerte den Anteil am Gesamtumsatz von GF AgieCharmilles von 29 auf 32 Prozent, während Europa einen Rückgang von 53 auf 50 Prozent zu verzeichnen hatte. Heute wird ein Grossteil der Maschinen in China produziert. Grundsätzlich führt die Anpassung der Produktpalette für die wichtigsten Marktsegmente Elektronik, Mobiltelefone, Luftfahrt und Medizintechnik zu einer Umsatzsteigerung, die hauptsächlich den Fräsmaschinen zu verdanken ist. Hier stieg der Umsatz von CHF 188 Mio. (2011) auf CHF 227 Mio.

Ausblick

GF AgieCharmilles plant 2013 eine weitere Expansion im chinesischen Markt, um die eigene Position weiter zu stärken. Zudem ist 2013 die Lancierung mehrerer neuer Produkte geplant, um das Bedürfnis nach immer höherer Präzision zu erfüllen. Das Verlangen der Kunden nach stärkerer Unterstützung im Bereich der Bearbeitungsprozesse steigt; mit der reinen Lieferung von Produkten ist es nicht mehr getan. Deshalb wird GF AgieCharmilles mit Unterstützung der neu errichteten Kundenakademie in Genf das Training ihrer Service- und Anwendungstechniker intensivieren.

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Markt und Kunden

Auszeichnungen

An der ACHEMA Fachmesse in Frankfurt im Juni zeichnete eine Expertenjury die neue Generation Rückschlagventile von GF Piping Systems in der Kategorie Ventile / Verschlüsse / Rohre / Fittings aus. Chinaust, Joint-Venture-Partner von Georg Fischer in China, wurde als einziger «hervorragender Lieferant» für PE-Rohrleitungsprodukte von Towngas und Hua Yan Water anerkannt. Towngas gilt als Marktführer für Gas in China und ist auch Chinausts grösster Kunde. Für die Kampagne zur Lancierung einer neuen Generation von Membranventilen gewann GF Piping Systems den Spezialpreis an den Schweizer Marketing Trophy Awards 2012. Die Jury lobte die «herausragenden Ideen» und «innovativen Aspekte» der Kampagne.

GF Automotive in Suzhou erhielt im Mai die «World Class Performance Level»-Bewertung von ThyssenKrupp Elevator und im September die «Excellent Quality Performance 2012»- Auszeichnung von ThyssenKrupp Presta. Beide Preise von ThyssenKrupp zeichnen Produkte und Dienstleistungen von GF Automotive für ihren höchsten Qualitätsstandard aus. Im Oktober erreichte GF Automotive den zweiten Platz in der Kategorie Rohstoffe, Werkstoffe und Verfahrensoptimierung an der ÖkoGlobe-Verleihung in Deutschland. Diese Auszeichnung hebt wegweisende Innovationen zur nachhaltigen Mobilität hervor. Im November überreichte die European Association of Magnesium Research (EFM) den zweiten Preis an GF Automotive für die innovative Kastenschwinge in Magnesiumdruckguss, die bei BMW eingesetzt wird. GF AgieCharmilles erhielt 2012 die Techni-Show-Platinum-Auszeichnung für die Hochgeschwindigkeitsfräsmaschine HSM 400U LP und belegte den dritten Platz bei den PRODEX Awards für die Beschleunigung des Herstellungsprozesses dank eines neuen automatischen Drahtwechselsystems in EDM-Maschinen.

Globale Marktpräsenz

In absehbarer Zukunft bleibt Asien, mit starkem Fokus auf China, der wichtigste Wachstumsmarkt. Im Berichtsjahr konnten alle Divisionen ihr Verkaufsvolumen in Asien halten oder verbessern. In China hat Georg Fischer zwei Dutzend Gesellschaften, davon 16 Produktionsstätten. Das Umsatzvolumen in Asien stieg von 19 auf 21 Prozent, der Anteil Chinas stieg von 13 auf 15 Prozent. Fast jeder vierte Mitarbeiter arbeitet in Asien. Trotz dieser stetigen Anpassung des Portfolios blieb Deutschland mit einem Anteil von 32 Prozent am Umsatz der führende Markt im Vergleich zu 36 Prozent in 2011. Der Anteil aller europäischen Gesellschaften sank jedoch von rund 65 auf 59 Prozent.

Markenpolitik

Die Konzernmarke Georg Fischer geniesst mit ihrer langjährigen Tradition eine ausgezeichnete Reputation und eine hohe Bekanntheit. Die Konzern-Kommunikation analysiert das Image der Konzernmarke in der Schweiz und in Europa mit jährlichen Umfragen. Um die Veränderungen der letzten Jahre aufzunehmen und die Strategie 2015 zu unterstützen, wird die Markenstrategie leicht angepasst. Die neue Positionierung wird durch ein modernes Erscheinungsbild unterstützt, das im Geschäftsbericht 2012 erstmals zu sehen ist. Die Divisionen setzen die Konzernmarke in ihren Kommunikationsmassnahmen ein, was eine einheitliche Wahrnehmung in der Öffentlichkeit sicherstellt. Das Logo ist seit 1902 urheberrechtlich geschützt. Die Rechtsabteilung geht gegen Imitationen und Fälschungen konsequent vor.

Messen

Messen und Ausstellungen 2010 - 2012 Geplante Teilnahmen in 2013: ca. 100Messen und Ausstellungen 2010 - 2012 Geplante Teilnahmen in 2013: ca. 100

Die Divisionen nahmen an 107 Messen und Ausstellungen teil. Ein Höhepunkt war die gemeinsame Teilnahme von GF Automotive und GF AgieCharmilles an der 7. Internationalen Zulieferermesse in Wolfsburg (Deutschland), der führenden Ausstellung für Automobilzulieferer – eine rundum gelungene Initiative sowohl für Kunden wie auch für Georg Fischer. Am Genfer Autosalon konnten Besucher die Innovationskraft von GF AgieCharmilles erleben. Das Konzeptauto von Designer Pininfarina war ein Beispiel für den markanten Unterschied, den Lasertexturierungslösungen von GF AgieCharmilles für das Design von Autokomponenten ermöglichten. 2013 planen die Divisionen die Teilnahme an rund 100 Messen. Zu den Highlights gehören die ISH in Frankfurt, die weltweit führende Messe für Gebäude-, Energie-, Klimatechnik und erneuerbare Technologien, an der GF Piping Systems teilnehmen wird. An der weltweit grössten Messe für Werkzeugmaschinen, der EMO, die im September in Hannover (Deutschland) stattfindet, wird GF AgieCharmilles neue Produkte präsentieren.

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Innovation

Forschung & Entwicklung

Jede Division betreibt weltweit ihre eigenen Zentren für Forschung & Entwicklung (F & E): Die Dezentralisierung hilft mit, die Prozesse zu beschleunigen und ist ein Schlüsselelement der F & E-Strategie. Georg Fischer investierte 2012 CHF 93 Mio. in F & E. Der Konzern stellte mehr als 44 Patentanträge. Weltweit sind knapp 600 Mitarbeitende in F & E tätig.

Innovationsstrategie

Vielversprechende neue Marktsegmente wie die Wasserversorgung im Bergbau oder Wasserhygienelösungen für grosse Gebäude spiegeln den wachsenden Bedarf nach effizienten Rohrleitungssystemen für den sicheren Transport von sauberem Trinkwasser. 2012 betrugen die Ausgaben von GF Piping Systems für F & E CHF 27 Mio. Das firmeneigene Netzwerk wird verstärkt durch die Zusammenarbeit und den Austausch mit Universitäten, wissenschaftlichen Instituten und Forschungsanstalten.

Die F & E-Ausgaben von GF Automotive betrugen CHF 19 Mio. in 2012. Der Trend zur Reduktion von CO2-Emissionen unterstützt die Leichtbaulösungen, auf die sich GF Automotive seit einigen Jahren konzentriert. Das von GF Automotive gepflegte Zusammenspiel von Design, Werkstoffen und Prozessen führt beim Thema Gewichtsreduktion zum besten Ergebnis.

Forschung & Entwicklung bei GF AgieCharmilles fokussiert sich auf hohe Effizienz und Präzision sowie höchste Zuverlässigkeit. Die Anstrengungen bezüglich Innovation konzentrieren sich ferner auf Präzision und Miniaturisierung, die Innovationshighlights der Zukunft. GF AgieCharmilles gab 2012 CHF 47 Mio. für F & E aus.

Synergien

Jede Division verfolgt ihre individuellen strategischen und operativen Ziele. Bedeutende Synergien werden in den Bereichen Finanzierung, im Cash-Pooling, in der Steueroptimierung, im Rechtsdienst, in der Kommunikation, im Personalbereich, in der Markenpolitik und in der Informationstechnologie (IT) aktiv genutzt.

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Produkte und Prozesse

Algenproduktion

GF Piping Systems ist massgeblich an der Entwicklung der ersten kommerziell erhältlichen Bioreaktoren für die Algenproduktion beteiligt. Die neuen Rohrleitungen wurden speziell für diesen Einsatz aus transparentem Kunststoff angefertigt. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Entwicklungspartnern LGem (Niederlande), Technische Hochschule Wildau in Berlin (Deutschland), Texas-Universität in Austin (USA) und dem US-Technologieunternehmen AlgEternal führte zu den ersten Bioreaktoren zur Algenkultivierung.

Rückschlagventile

Die neue Generation Rückschlagventile von GF Piping Systems sorgt für dauerhafte Prozesssicherheit in der Chemikalienaufbereitung: Eine intelligente Ventillösung zur Verhinderung des Medienrückflusses in Rohrleitungssystemen eröffnet zahlreiche wartungsfreundliche, sichere und effizienzsteigernde Anwendungsmöglichkeiten in der Industrie. Die störungsfreie Rückflussverhinderung stellt für Rückschlagventile eine grosse Herausforderung dar: Durch mechanische und chemische Beanspruchung der Komponenten unterliegen die Ventile einem erheblichen Verschleiss. Dass dieses Problem durch ein innovatives Ventilkonzept zu meistern ist, beweist die neue Generation Rückschlagventile von GF Piping Systems beim Einsatz im Aufbereitungsprozess in der chemischen Industrie.

Bionik

Mit Bionikdesign, einer Kombination von Biologie, Technologie und Ansätzen aus der Natur, kann GF Automotive effiziente und kosteneffiziente Gusslösungen entwickeln. Nach diesem Leitprinzip konnten Forschungs- und Entwicklungsingenieure mit Bionikdesign das Gewicht ihrer jüngst entwickelten Schwenklager aus Gusseisen um mehr als 32 Prozent im Vergleich zur Standardkonstruktion reduzieren.

Fräsmaschinen / Laser

Im November lancierte GF AgieCharmilles zwei neue Fräsmaschinen für die Herstellung von kleinen, präzisen Teilen. Mit drei und fünf Achsen sind die Mikron HSM 200 LP und die HSM 200U LP Kandidaten für Auszeichnungen in den Bereichen kompakte Bauweise, Flexibilität bei spezifischen Automatisierungsanforderungen und produktionssichere Lösungen in der Achsenkonstruktion und im Spänenmanagement. Um die Nachfrage der Kunden zu bewältigen, erhöhte die Division ihre Produktionskapazität für Hochgeschwindigkeitsfräsmaschinen und eröffnete parallel ein neues Demonstrationszentrum in Nidau (Schweiz) sowie eine moderne Ausbildungsakademie in Genf (Schweiz). Die LASER 4000 ist ein weiteres Beispiel für die Innovationskraft der Division. Die 2012 lancierte, weltweit grösste Lasertexturierungsmaschine ermöglicht das Bearbeiten von grossen Formen, z. B. in der Automobilindustrie.

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Risikomanagement

Risikobeherrschung

Georg Fischer setzt auf Risikobeherrschung durch Risikomanagement. Hierzu zählen die systematische Identifikation, Evaluation und Berichterstattung zu Risiken in den Bereichen Strategie, Betrieb, Finanzen, Märkte und Management sowie Ressourcen, ebenso wie die Definition angemessener Risikominderungsmassnahmen auf Konzern-, Divisions- und Konzerngesellschaftsebene. Risiken werden nach Kriterien der Tragweite und der Eintretenswahrscheinlichkeit bewertet.

Berichterstattung

Die strategischen Risiken werden primär durch den Verwaltungsrat, sämtliche weiteren Risiken durch die Geschäftsleitung der Konzerngesellschaften, dem Management jeder Division und letztendlich den CEO und die Konzernleitung beurteilt. Das Risikomanagement ist weitgehend in bestehende Planungs- und Führungsprozesse integriert. Für die Koordination aller Risikomanagementaktivitäten und die qualitative Verbesserung der Risikoberichterstattung ist der Risk Council, bestehend aus Vertretern der Divisionen und der Konzernstäbe unter der Leitung des Chief Risk Officer, zuständig. Der Risk Council koordiniert alle Aktivitäten im Bereich des Risikomanagements und sichert die Qualität der Risikomanagementdaten.

Überprüfung

In der Produktion lassen sich Risiken nie völlig ausschliessen. Eine sorgfältige Risikoanalyse und -minimierung trägt zu grösserer Prozesssicherheit und zu einer zuverlässigeren Belieferung der Kunden bei. Georg Fischer misst dem grosse Bedeutung bei. Fast alle Produktionsstandorte arbeiten entweder mit Standards in den Bereichen Highly Protected Risk (HPR) oder Highly Managed Prevention (HMP), die regelmässig von externen Fachleuten überprüft werden. 2012 wurden 15 von total 48 Produktionsstandorten (2011: 15 von 50) überprüft.

Risikostandards

In Abstimmung mit den Konzerngesellschaften und Divisionen hat der Dienstzweig Risk, Tax & IP Service technische und organisatorische Konzernstandards sowie Richtlinien in Bezug auf betriebliches Kontinuitätsmanagement umgesetzt. 85 Prozent (Vorjahr: 81 %) der versicherten Werte des Konzerns erreichten Ende 2012 das HPR-Niveau, 9 Prozent (Vorjahr: 13 %) das HMP-Niveau.

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Investitionen

Sachanlagen

Im Berichtsjahr investierte der Konzern CHF 132 Mio. in Sachanlagen. Der Grossteil der Summe – 63 Prozent – investierte GF Automotive, während GF Piping Systems 27 Prozent und GF AgieCharmilles 8 Prozent aufwendeten. Die Investition in die neue hochmoderne Formanlage in Mettmann beläuft sich auf rund CHF 45 Mio., während der Restbetrag in die Modernisierung der anderen europäischen Giessereien investiert wurde. Rund 80 Prozent wurden in Europa und 14 Prozent in Asien investiert. 2013 dürften die Investitionen in ähnlicher Höhe ausfallen. Der Grossteil wird in Europa investiert, allerdings wird – bedingt durch die Verlagerung der Märkte nach Asien – der entsprechende Anteil für Asien deutlich höher ausfallen, um die Produktionskapazitäten zu erhöhen.

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