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Verpflichtung und Ansporn

Seit 1997 erfasst und bewertet Georg Fischer die Umweltkennzahlen. Das weltweite Berichtssystem wurde 2005 um Sozialkennzahlen erweitert und zum Sustainability Information System (SIS) ausgebaut. Verschiedene Leitbilder, beispielsweise zur sozialen Verantwortung, unterstützen die Verankerung und Umsetzung in den 30 Ländern, in denen wir derzeit tätig sind.

Transparente Zielsetzung

Die heute gültigen Nachhaltigkeitsziele wurden von der Konzernleitung festgelegt und umfassen einen Zeitraum von fünf Jahren (2010 – 2015). Aus diesen quantifizierten und konzernübergreifenden Vorgaben leiten die Divisionen und Konzerngesellschaften ihre operativen Umwelt- und Sozialziele ab. Die Einhaltung der Ziele wird mit Hilfe eines konzernweiten Reportingsystems überwacht. Zu den Umweltzielen zählen beispielsweise die Reduktion der CO2-Emissionen und die Verbesserung der Energieeffizienz. Die sozialen Ziele enthalten u. a. verringerte Unfall- und Absenzenraten und die Förderung der Mitarbeitenden durch zeitgemässe Trainingsprogramme. In den allgemeinen Nachhaltigkeitszielen ist die Verankerung der Nachhaltigkeitsaspekte in der Zusammenarbeit mit den Lieferanten (Lieferantenkodex) festgelegt. Transparenz über die Erreichung dieser Ziele wird mit dem alle zwei Jahre erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht sowie einer jährlichen Aktualisierung geschaffen. Der umfassende Nachhaltigkeitsbericht erschien erstmals 2006 für den Berichtszeitraum 2005. Im Juni 2013 publiziert Georg Fischer seinen nächsten Zwischenbericht mit ausführlichem Datenmaterial. Die Berichterstattung folgt den Richtlinien der GRI (Global Reporting Initiative) und wird zudem von unabhängiger Stelle geprüft.

Managementsysteme

2007 beschloss Georg Fischer, alle Produktionsstandorte nach OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series) zertifizieren zu lassen. Mit diesem Zertifizierungsstandard, der kompatibel zu ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und ISO 14001 (Umweltmanagement) ist, werden Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in das Managementsystem integriert. Per Ende Jahr waren von 41 vorgesehenen Standorten 36 zertifiziert, was einer Quote von 88 Prozent entspricht. Neu gegründete oder übernommene Produktionsgesellschaften müssen spätestens nach drei Jahren die OHSAS-Zertifizierung erlangen.

Reportingsysteme

Die 1997 begonnene systematische Erhebung der Nachhaltigkeitskennzahlen wird von allen Produktionsgesellschaften sowie allen Verkaufsgesellschaften mit mehr als zehn Mitarbeitenden vorgenommen. Darunter fielen im Berichtsjahr 91 Betriebe, die annähernd 100 Prozent aller Beschäftigten abdecken. Mit dem Sustainability Information System (SIS), das über die Jahre stetig ausgebaut wurde, ist die konzernweite Erfassung und Vergleichbarkeit sichergestellt. Die Erfassung und die Berichterstattung erfolgen durch geschulte Mitarbeitende in den Gesellschaften; über die zentrale Datenbank erfolgten die Konsolidierung und die Auswertung der Daten. Die Ergebnisse bilden zum einen die Basis für die Erfolgskontrolle und die Nachhaltigkeitsberichterstattung, zum anderen dienen sie der Festlegung der Ziele.

Im «Contaminated Land Register» (CLR) sind all jene Standorte ersichtlich, bei denen ein Verdacht auf mögliche Altlastenprobleme durch Verunreinigen des Bodens bestehen. Es sind keine Verdachtsflächen bekannt, die Massnahmen erfordern. Das CLR-Verzeichnis wird regelmässig aktualisiert.

Durch organisatorische Massnahmen, Schulungen sowie Information und Beratung wird sichergestellt, dass die Konzerngesellschaften die Gesetze und die im Konzern geltenden geschäftsethischen Grundsätze einhalten. Die Berichterstattung an die Konzernleitung und den Verwaltungsrat erfolgt jährlich. Verbindliche Weisungen stellen sicher, dass bei wichtigen Themen (z. B. bei kartellrechtlichen Absprachen oder beim Akzeptieren von unrechtmässigen Vorteilen) keine Ausnahmen vom Grundsatz der Legal Compliance möglich sind. Mitarbeitende können Verstösse gegen das Gesetz oder interne Richtlinien auf Wunsch auch anonym an den / die Vorgesetzte(n), die Konzernrevision oder direkt dem Compliance Officer melden. Diese Möglichkeit für «Whistle-blowing» ist ein weiteres Instrument, um unrechtmässiges Verhalten zu bekämpfen. 2012 wurde diese Möglichkeit nicht in Anspruch genommen.

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Umweltziele

Energie

Zu den Herausforderungen der Zukunft zählen der Klimawandel, die Endlichkeit fossiler Energieträger und ein stark steigender Energiebedarf. 2011 verursachte Georg Fischer rund 738 000 Tonnen CO2 -Emissionen; davon entfielen 293 000 Tonnen auf fossile Brennstoffe, 437 000 Tonnen auf Strom. Etwa 8 000 Tonnen verursachten die geschäftlich bedingten Autofahrten und Flüge.

Energieeffizienz

Energie wird zu den wichtigsten und immer knapper werdenden Gütern der kommenden Jahrzehnte zählen. Der Verbrauch steigt insbesondere in aufstrebenden Ländern laufend an – gemäss der Internationalen Energieagentur um 45 Prozent in den kommenden 20 Jahren. Georg Fischer hat sich zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienz in der Produktion in jeder Division um 10 Prozent zu steigern. Sämtliche Divisionen von Georg Fischer entwickeln innovative Lösungen, z. B. strömungseffiziente Membranventile, leichte Komponenten für Fahrzeuge oder energieeffiziente Maschinen. Darüber hinaus tragen alle Divisionen von Georg Fischer mit ihren Produkten und Lösungen dazu bei, die Energieeffizienz im Betrieb zu erhöhen und den Verbrauch zu senken. So kann mit strömungsoptimierten Ventilen die Pumpleistung einer Anlage verringert werden. Ein anderes Beispiel: Energieeffiziente Generatoren in Bearbeitungsmaschinen verringern den Stromverbrauch.

Ressourceneffiziente Innovation

Verteilung der Nettowertschöpfung 2012 (in %) (100 % = CHF 1,078 Mia.)Verteilung der Nettowertschöpfung 2012 (in %)
(100 % = CHF 1,078 Mia.)

Neben der Energie werden auch wichtige Rohstoffe knapp und verteuern sich. So sind z. B. die Preise für das wichtige Produktionsmittel Rohöl in den letzten beiden Jahren um etwa 30 Prozent gestiegen. Aufgrund dessen wurden in den Entwicklungsabteilungen Verfahren zur ressourceneffizienten Innovation (Eco Design, Life Cycle Assessment) eingeführt. Diese Verfahren helfen, bereits bei der Entwicklung neuer Produkte sicherzustellen, dass die Aspekte der Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz berücksichtigt werden. Neben der Entwicklung muss der gesamte Lebensweg eines Produkts betrachtet werden. Von der Auswahl der Rohmaterialien und Lieferanten, der Produktion, dem Einsatz der Produkte beim Kunden bis hin zur Wiederverwertung nach Ablauf der Lebensdauer werden die Auswirkungen neuer Produkte auf die Umwelt analysiert.

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Soziale Ziele

Nettowertschöpfung

Der Gewinn steht im Zentrum jeder Firmenberichterstattung. Für die Volkswirtschaft ist hingegen die Nettowertschöpfung ein Faktor von grosser Bedeutung. Die Nettowertschöpfung beziffert jenen Mehrwert, der nach Abzug aller externen Kosten zur Verfügung steht. Bei Georg Fischer betrug die Nettowertschöpfung 2012 CHF 1,078 Mia. nach CHF 1,125 Mia. in 2011. Über 80 Prozent dieser Summe wurde in Form von Gehältern an die Mitarbeitenden ausbezahlt. An die öffentliche Hand gingen über Steuern und Abgaben 3 Prozent.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

In allen Produktionsgesellschaften werden die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz in das Managementsystem integriert und dieses nach OHSAS 18001 zertifiziert. Bereits Standard an den Produktionsstandorten von Georg Fischer sind ISO 9001 und 14001; beide sind kompatibel mit OHSAS 18001. Als weiteres Ziel definierte die Konzernleitung, dass bis ins Jahr 2015 die Unfallrate um 15 Prozent zu reduzieren ist. Ein zusätzlicher Schwerpunkt der Aktivitäten wird in den kommenden Jahren auch die Reduktion der Absenzenrate sein.

Aus- und Weiterbildung

Georg Fischer verfügt über eine lange Tradition in der Lehrlingsausbildung. Wir werden auch in Zukunft bestrebt sein, den bereits hohen Anteil Auszubildender an der Belegschaft aufrechtzuerhalten und diesen attraktive Ausbildungsplätze in der beruflichen Grundausbildung anzubieten. Bestandteil dieser Unternehmenskultur in der Ausbildung ist es auch, interessierten Schülern frühzeitig Einblick in mögliche Ausbildungsgänge zu gewähren. Insgesamt bot Georg Fischer im Jahr 2012 455 Ausbildungsplätze in verschiedenen Berufen technischer und kaufmännischer Richtung an, davon 192 in der Schweiz.

Managementausbildung

Seit Jahren betreibt der Georg Fischer Konzern einen klaren Managemententwicklungsprozess. Offene Positionen im Senior Management können so mehrheitlich durch interne Kandidaten besetzt werden. Durchgeführt wurden im Berichtsjahr auch die für die Aus- und Weiterbildung unserer Führungskräfte wichtigen Kurse wie das Industrial Business Training (IBT), das Financial Management Training (FMT), das People Management Training (PMT) sowie das Corporate Management Training (CMT). Im Berichtsjahr wurde ein zusätzliches Training, das Business Economics and Finance Training (EFT), zugeschnitten auf die speziellen Bedürfnisse in China und gehalten in Mandarin, eingerichtet.

Rund 200 Führungskräfte unterschiedlichster Nationalitäten aus allen Teilen des Konzerns absolvierten die intensiven Trainingstage im konzerneigenen Aus- und Weiterbildungszentrum Klostergut Paradies. Zudem wurde die konzernübergreifende Initiative zu Führungsfragen und Zusammenarbeit – basierend auf den Programmen von FranklinCovey (einem Management-Trainingsinstitut) – weitergeführt. Führungskräfte und Mitarbeitende aus allen Divisionen durchlaufen diese Trainingskurse. Darüber hinaus führen die drei Divisionen eigene Trainingsprogramme durch, die speziell auf die operativen Tätigkeiten der jeweiligen Gruppe ausgerichtet sind.

Information

Mitarbeitende 2012 geografisch (in %) (100 % =13 412)Mitarbeitende 2012 geografisch (in %) (100 % =13 412)

Die Mitarbeiterzeitung GLOBE, die in fünf Sprachen erscheint, informiert regelmässig alle Mitarbeitenden auch über nachhaltigkeitsrelevante Themen. Zusätzlich erhalten die Geschäftsführer und Fachexperten den Nachhaltigkeitsnewsletter ZOOM, der über aktuelle Ereignisse und gesellschaftliche bzw. wissenschaftliche Nachhaltigkeitstrends informiert. Die grösseren Standorte verfügen über eigene Publikationen, die regelmässig an alle Mitarbeitenden abgegeben werden.

Austausch Best Practice

Das Senior Management behandelt jährlich an der zweitägigen Konzernkonferenz sowie an regionalen Geschäftsführertagungen unter der Leitung des Präsidenten der Konzernleitung wesentliche strategische und operative Fragen. 43 Geschäftsführer nahmen an diesen Tagungen teil. Neben aktuellen Themen zu Strategie und finanzieller Führung werden auch spezifische Themen des Human Resources Management behandelt. Die zweitägige Nachhaltigkeitskonferenz (Umwelt- und Arbeitssicherheit) der deutschsprachigen Konzerngesellschaften stellt eine wichtige Plattform dar, um den Erfahrungsaustausch innerhalb und über die Divisionen hinaus zu fördern. Die Teilnehmer behandelten an der Konferenz in Nidau (Schweiz), aktuelle Nachhaltigkeitsthemen des Konzerns und der Divisionen in den Bereichen Umwelt, Energie und Arbeitssicherheit. Auf Konzernebene waren die Nachhaltigkeitsziele bis 2015 das Hauptthema, deren Stand der Umsetzung intensiv diskutiert wurde. Zeit war zudem reserviert für den Austausch weiterer Fachinformationen in den Divisionen sowie für Gastreferate externer Fachexperten.

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Dialog

Clean Water

Bei ihrer Gründung anlässlich der Generalversammlung 2002 wurde die Stiftung Clean Water mit CHF 3,5 Mio. alimentiert. Bis heute hat Georg Fischer der Stiftung mehr als CHF 7,5 Mio. zugesprochen. Dies ermöglichte die Umsetzung von über 100 Projekten in 50 Ländern auf vier Kontinenten. Aus Anlass des Zehnjahrjubiläums seiner Stiftung Clean Water vereinbarten der Georg Fischer Konzern und die Caritas Schweiz eine Zusammenarbeit im Bereich Trinkwasserversorgung. Die Stiftung Clean Water von Georg Fischer stellt dafür einen Beitrag in der Höhe von CHF 1 Mio. zur Verfügung. Die Caritas kann damit bis 2015 mindestens 35 000 Menschen weltweit einen nachhaltig besseren Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen. Im Rahmen dieser Partnerschaft sehen Georg Fischer und Caritas Schweiz auch einen regelmässigen Informationsaustausch der Fachleute vor. Die Division GF Piping Systems steht der Caritas mit ihrem Know-how und ihrer Expertise in der Wasseraufbereitung und -verteilung beratend zur Verfügung. Im Weiteren hat der Stiftungsrat 2012 neun neue Projekte mit knapp CHF 600 000 unterstützt, darunter in Afghanistan, Moldawien, Nicaragua, Laos, Äthiopien, Kenia, im Südsudan, in Tadschikistan und Pakistan.

Beitrag zum Gemeinwohl

Georg Fischer unterstützt Mitarbeitende, die sich für das Wohl ihrer sozialen Gemeinschaft einsetzen. Gemäss seinen Grundwerten und Leitlinien verpflichtet sich Georg Fischer, kulturelles, soziales und ökologisches Engagement zu fördern und zum Gemeinwohl beizutragen. Bei vielfältigen Projekten engagieren sich die Holding und die Konzerngesellschaften im Umfeld ihrer jeweiligen Standorte. 2012 sind dafür auf Konzernebene etwa CHF 2 Mio. aufgewendet worden. Darüber hinaus unterstützen rund 30 Konzerngesellschaften lokale Aktivitäten mit teilweise beachtlichen Beiträgen.

Nachhaltigkeitsdialog

Auch für Kunden von Georg Fischer sind Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz zentrale Anliegen, etwa in der Fahrzeugindustrie. Neben Technik, Qualität und Preis ist auch der Nachweis einer nachhaltigen Produktion für eine Berücksichtigung als Lieferant massgebend. GF Automotive wurde im November 2012 erneut zum 4. «Daimler Sustainability Dialogue» in die Konzernzentrale eingeladen. Über 100 Interessensvertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft diskutierten das Thema Nachhaltigkeit.

Auszeichnungen

Clean Water Projekte 2002 - 2012Clean Water Projekte 2002 - 2012

Das klare Bekenntnis von Georg Fischer zu nachhaltigem Handeln wird regelmässig mit Auszeichnungen honoriert; so u. a. 2012 als Sektorleader der Indexgruppe SMIM im Carbon Disclosure Project (CDP). GF Automotive gewann den zweiten Platz beim ÖkoGlobe in der Kategorie «Rohstoffe, Werkstoffe und Verfahrensoptimierung ». Der ÖkoGlobe zeichnet wegweisende Innovationen zur nachhaltigen Mobilität aus. GF Automotive überzeugte die Jury mit ihrem Schwenklager im bionischen Design. Bionik ist die Kombination aus Biologie und Technik. Im umfassendsten Nachhaltigkeitsrating der Schweiz, das jährlich vom Wirtschaftsmagazin Bilanz veröffentlicht wird, landete Georg Fischer im Bereich Industrieunternehmen nach 2011 erneut auf dem ersten Platz. Alle diese Auszeichnungen sind Verpflichtung und Ansporn zugleich, an unserem Nachhaltigkeitsbestreben festzuhalten und dieses noch weiter zu intensivieren.

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