GF: Mit innovativen Produkten in die Zukunft

27.09.2007 11:30

Welche Produkte und Lösungen bietet Georg Fischer für die aktuellen Herausforderungen der Märkte – diese Frage stand im Mittelpunkt des zweiten Technology Days des Industriekonzerns am 27. September in Schaffhausen. Rund 50 Analysten und Journalisten informierten sich aus erster Hand über Neues aus Forschung und Entwicklung. „Innovation ist und bleibt ein Kernelement unserer Strategie. Wir wollen mit unseren Produkten und Technologien eine Nasenlänge voraus sein“, betonte CEO Kurt E. Stirnemann gleich zu Beginn der Veranstaltung. Die Leiter der drei Unternehmensgruppen präsentierten Branchentrends, aktuelle Neuheiten und Entwicklungsschwerpunkte ihrer Unternehmensgruppen.

Die Reduzierung des CO2-Ausstosses durch Leichtbau ist eine der zentralen Herausforderungen im Automobilbau. Ein Ziel, zu dem auch GF Automotive durch weiterentwickelte Werkstoffe, Verfahren und Produkte beiträgt. So entwickelten die Ingenieure das neue Giessverfahren LamiCast. Damit können Aluminium-Bauteile besonders dünnwandig produziert und Gewicht eingespart werden – dies ohne Einbussen bei der Qualität. Ein weiteres Beispiel ist die Werkstoff-Familie SiboDur, mit der Bauteile leichter und zugleich fester und zäher gefertigt werden können. Mit SiMo 1000 hat GF Automotive einen besonders temperaturbeständigen Werkstoff und eine weitere Neuheit entwickelt. Im Kampf gegen die CO2-Emissionen sind für den Antriebsbereich immer hitzebeständigere Bauteile gefordert. Um ihre Rolle als wichtiger Entwicklungspartner der Automobilindustrie auch in der Zukunft zu sichern, investiert die Unternehmensgruppe rund 25 Millionen Franken in ein neues Forschungszentrum in Schaffhausen und schafft in den nächsten Jahren etwa 25 zusätzliche Arbeitsplätze.

GF Piping Systems wächst mit dem weltweiten Bedarf nach sauberem Trinkwasser. Produkte und Lösungen für den sicheren Transport von Wasser bilden denn auch einen Entwicklungsschwerpunkt der Unternehmensgruppe. Durch die gezielte Bearbeitung von ausgewählten Marktsegmenten werden Kundenbedürfnisse schnell erfasst und in einem weltweit einheitlichen Innovationsprozess in intelligente Lösungen umgesetzt. Jüngstes Beispiel: Die neue Produktfamilie der Absperrklappen. Den Ingenieuren von GF Piping Systems ist eine Konstruktion gelungen, die den Verschleiss verringert, längere Wartungsintervalle ermöglicht und die Sicherheit erhöht. Das spart Zeit und Geld. Um seine Marktposition weiter zu stärken, baut GF Piping Systems das neu geschaffene Technology Center in Schaffhausen weiter aus. Diese zentrale Innovations- und Technologiestelle wird sich vor allem mit der Werkstoff- und Verbindungstechnologie beschäftigen und als Servicezentrum für die Entwicklungsteams in den Marktregionen dienen.

Aktuelle Trends im Maschinenbau sind die weitere Automatisierung sowie Präzision, Schnelligkeit und Oberflächengüte. GF AgieCharmilles hat sich auf der wichtigsten gerade zu Ende gegangenen Branchenmesse EMO mit zahlreichen neuen Produkten präsentiert, die diese Anforderungen erfüllen. Unter anderem mit der High-end Erodiermaschine Form 2000 mit hochmoderner Elektronik und integrierter Automation sowie der CUT 20 für den Einstiegsmarkt. Beide basieren auf dem Plattformkonzept EDM Futura, in welche das gebündelte Entwicklungs-Know-how der Unternehmensgruppe einfliesst. Zu den Highlights bei den Hochgeschwindigkeitsfräsmaschinen gehört die Mikron XSM 400 U mit Linearmotor und einem visuellen System für höhere Produktivität.

Georg Fischer investiert jährlich etwa drei Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung (2006: 131 Mio. Franken). Davon entfielen im vergangenen Jahr 44 Prozent auf die Unternehmensgruppe GF Automotive, 41 Prozent auf GF AgieCharmilles und 15 Prozent auf GF Piping Systems. Im Fokus stehen die Produktentwicklung und -verbesserung, neue Werkstoffe sowie der Einsatz bewährter Technologien in zusätzlichen Anwendungsgebieten. Rund 600 Mitarbeitende sind in acht Ländern in der Forschung und Entwicklung tätig. Über 4000 Patente belegen die Innovationskraft des Unternehmens.

„GF ist dank einem internationalen Netzwerk und einer gut gefüllten Pipeline bestens gerüstet für aktuelle Herausforderungen“, resümierte Stirnemann am Ende der Tagung, die den Gästen einen umfassenden Einblick in laufende und künftige Technologieprojekte des Konzerns bot.


Zurück

Kontakt

Beat Römer
Leiter Externe Kommunikation
Georg Fischer AG
Amsler-Laffon-Strasse 9
8201 Schaffhausen
Schweiz

beat dot roemer #at# georgfischer dot com