GF Piping Systems: Intelligent solutions for clean water
Eine Milliarde Menschen haben heute nach offiziellen Erhebungen keinen direkten Zugang zu frischem Wasser. Wasserknappheit oder Wasserverluste in Verteilnetzen werden oft nur mit den Ländern der Dritten Welt in Verbindung gebracht. Aber auch die Industrienationen in Europa, Asien und Amerika sind davon betroffen. So hat der extrem trockene Sommer 2006 in England deutlich gemacht, wie viel Wasser durch marode Netze verloren geht. In Detroit, USA, wurde festgestellt, dass die Bürger Kosten von jährlich 35 Millionen US-Dollar tragen für Wasser, das nie sein Ziel erreicht. Neben der Verfügbarkeit ist die Wasserqualität von entscheidender Bedeutung. Ist das Versorgungsnetz marode, sorgt es nicht nur für Wasserverluste, sondern es ermöglicht auch die Kontamination des frisch aufbereiteten Trinkwassers durch Undichtigkeiten.
GF Piping Systems ist seit der Einführung der ersten
Tempergussfittings im Jahre 1864 eng mit der Versorgungswirtschaft
verbunden. Die Antwort auf die Herausforderung „sauberes
Wasser“ heisst für GF die Bereitstellung umfassender
Lösungspakete für Wasseraufbereitung und Wasserverteilung
sowie eine globale Präsenz mit Mitarbeitenden und Partnern, die
Kunden auf der ganzen Welt einen Service auf hohem technischen und
kommerziellen Niveau anbieten. Das Paket für die Wasserverteilung
beinhaltet ein umfangreiches Sortiment an Polyethylen-Fittings
für die Neuverlegung, ein ausgereiftes Programm an
Waga-Kupplungen für Reparatur und Übergangslösungen,
die dazugehörige Verbindungstechnologie mit Stumpf- und
Elektroschweissung für leckagefreie und dauerhafte Verbindungen.
Für die unterschiedlichen Prozesse in der Wasseraufbereitung
bietet Georg Fischer Anwendungspakete aus aufeinander abgestimmten
Systemkomponenten mit Kunststoffrohren und Fittings, Armaturen, Mess-
und Regeltechnik sowie die entsprechenden Verbindungstechnologien. In
den Wasseraufbereitungsprozessen sind Absperrklappen eine der meist
eingesetzten Armaturen. Die im Workshop vorgestellte neue
Kunststoffabsperrklappe erfüllt die von der Wasserwirtschaft
formulierten wirtschaftlichen und technischen Anforderungen.
Die Wirtschaftlichkeit einer Anlage analysiert neben den reinen
Beschaffungskosten auch die Aufwendungen, die während des
Betriebes zu leisten sind. Ein wichtiges Kriterium sind grosse
Wartungsintervalle für die Armaturen. Das innovative, für
Kunststoffklappen erstmals eingesetzte doppelexzentrische
Funktionsprinzip bietet im Betrieb und bei anfallenden
Wartungsarbeiten wirtschaftliche Vorteile: Im Vergleich zum bisher
üblichen zentrischen Funktionsprinzip haben die neuen
doppelexzentrischen Klappen ein geringeres Betätigungsmoment. Da
das Betätigungsmoment stark vom Innendruck abhängig ist
– in der Regel zwischen drei und sechs bar bei
Kunststoff-Rohrleitungen – sind die Klappen genau auf diesen
Bereich optimal gestaltet. Dank dem geringeren Betätigungsmoment
können kleinere rund 20 Prozent kostengünstigere Antriebe
eingesetzt werden. Bei der doppelexzentrischen Klappe verringert sich
der Verschleiss, da sich der Klappenteller beim Öffnen schnell
von der Dichtung weg bewegt. In der offenen Position berührt der
Teller die Durchgangsdichtung nicht. So haben Verkrustungen und
Fremdkörper weniger Möglichkeiten, sich festzusetzen. Die
verschiedensten Anwendungen, in denen die Klappe eingesetzt wurde,
haben diese Verringerung des Verschleisses und damit die
Verlängerung der Wartungsintervalle bestätigt. Klappen mit
doppelexzentrischem Funktionsprinzip schliessen dicht bei 90°; die
bisher üblichen zentrischen Klappen je nach Auslegung bei circa
85°. Vor allem elektrisch oder pneumatisch angetriebene Klappen
müssen bei Teller- oder Antriebswechsel aufwändig justiert
werden. Bei den neuen Klappen von GF Piping Systems sind Gehäuse,
Achse und Teller so indexiert, dass eine Fehlmontage nicht
möglich ist. Dies spart Zeit und erhöht die Sicherheit bei
Wartungsarbeiten. Als echte Innovation hat Georg Fischer die
Rückmeldung in den Kopfflansch der Klappe integriert – und
so auch eine sehr kompakte Bauweise realisiert. Mikroschalter erkennen
die Position der Achse und damit des Tellers und erlauben so die
einfache Integration der Armatur in die Überwachung und Steuerung
der Anlage. Das Sortiment umfasst den Dimensionsbereich von 50 bis 300
mm, bis zu 10 bar Druck, und ist in den Werkstoffen PVC-U, PVC-C, ABS,
PP-H, PVDF erhältlich. Betätigung: Handhebel, Handgetriebe,
oder automatisiert mit pneumatischen und elektrischen Antrieben.
Innovation steht im Fokus in allen Prozessen bei GF Piping Systems.
Durch die gezielte Bearbeitung von ausgewählten Marktsegmenten
werden Kundenbedürfnisse schneller erfasst und in einem weltweit
einheitlichen Prozess in intelligente Lösungen umgesetzt. Die
Nähe zum Kunden ist auch im Entwicklungsprozess von zentraler
Bedeutung. Darum sind in den letzten Jahren in den Marktregionen Asien
und Amerika zusätzliche schlagkräftige
Entwicklungsabteilungen entstanden. So arbeiten nun die Teams in
Europa, Asien und Amerika koordiniert an regionalen und globalen
Projekten. Die Unternehmensgruppe blickt auf 50 Jahre
Kunststoff-Know-how zurück und hat in dieser Zeit ein grosses
Wissen und Können erworben. Diese Kernkompetenz wird jetzt im neu
geschaffenen GF Piping Systems Technology Center gebündelt und
weiter ausgebaut. Dieser zentrale Innovations- und Technologiepool
wird sich vor allem mit Themen aus der Werkstoff- und
Verbindungstechnologie beschäftigen. Andererseits dient es auch
als Servicecenter für alle Produktentwicklungsabteilungen in den
Marktregionen.
GF Piping Systems entwickelt, produziert und vermarktet qualitativ hochwertige Komponenten aus Kunststoff und komplementären Materialien für den sicheren Transport von flüssigen und gasförmigen Medien unter Druck. Für Anwendungen in ausgewählten Marktsegmenten der Industrie, der Gas- und Wasserversorgung und der Haustechnik werden umfassende Systemlösungen geboten. Die Nähe zum Kunden wird mit einer leistungsfähigen Vertriebs- und Serviceorganisation in über 100 Ländern sichergestellt.
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