Wichtiger Schritt im Strukturprogramm von Georg Fischer

08.09.2009 19:00

Der anhaltende weltweite Nachfragerückgang für Werkzeugmaschinen von über 50 Prozent wirkt sich unvermindert stark auf den Geschäftsgang von GF AgieCharmilles aus. Eine kurzfristige Verbesserung ist nicht in Sicht. Es hat sich gezeigt, dass die bislang getroffenen Massnahmen nicht ausreichen, um die Kapazitäten dem zu erwartenden Geschäftsvolumen anzupassen. Als Bestandteil des laufenden Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramms von Georg Fischer beabsichtigt GF AgieCharmilles daher, die Kapazitäten in der Schweiz anzupassen. Betroffen sind insbesondere die Produktion und Entwicklung an den Standorten Meyrin, Losone, Nidau und Luterbach. Alle vier Standorte werden jedoch auch in Zukunft wichtige Pfeiler von GF AgieCharmilles sein.

Im Wesentlichen sind folgende Massnahmen beabsichtigt:

Die Produktion von Elektroerosionsmaschinen (EDM) in der Schweiz, bisher in Meyrin (Genf) und Losone (Tessin), soll in Losone zusammengefasst werden. Die Entwicklung EDM wird der gestrafften Produktpalette angepasst.

Der Standort Genf beherbergt weiterhin einen wichtigen Teil der Forschung und Entwicklung und zudem das Zentrum für neue Technologien, das internationale Marketing mit dem Application Center, den Bereich Customer Services mit dem weltweiten Ersatzteilgeschäft sowie die Unternehmenszentrale von GF AgieCharmilles mit sämtlichen globalen Management- und Unterstützungsfunktionen.

Am Standort Losone befinden sich die zusammengefasste Produktion EDM, Teile der Forschung und Entwicklung sowie die Verkaufsorganisation für die Schweiz und einige andere Länder.

Diese Massnahmen zur Effizienzsteigerung im Bereich EDM würden insgesamt den Abbau von 242 Stellen erfordern, davon rund 168 in Meyrin und 74 in Losone.

Zusätzlich sollen in Luterbach, wo Hochleistungsspindeln für Fräsmaschinen hergestellt werden, rund 27 Stellen und am Standort Nidau (Fräsmaschinen) rund 12 Stellen aufgehoben werden.

An den einzelnen Standorten läuft die Konsultationsphase mit den Arbeitnehmervertretungen an. Für die betroffenen Mitarbeitenden besteht ein Sozialplan.

Die geplanten Anpassungen führen somit zu einem Abbau von insgesamt etwa 281 Stellen. GF AgieCharmilles würde nach der Redimensionierung rund 1’000 Mitarbeitende in der Schweiz beschäftigen.

Mit diesen Veränderungen ist die Fokussierung der schweizerischen Standorte von GF AgieCharmilles aus heutiger Sicht abgeschlossen. Sie haben zum Ziel, die Produktion und die Forschung & Entwicklung von GF AgieCharmilles in der Schweiz wettbewerbsfähig zu halten.

„Wir glauben unvermindert an die Stärken des Forschungs- und Produktionsstandorts Schweiz“, so Yves Serra, CEO von Georg Fischer. „Die mit der Redimensionierung verbundenen Auswirkungen auf die betroffenen Mitarbeitenden bedauern wir sehr. Wir haben versucht, in einer schwierigen Situation für alle Standorte eine ausgewogene, sachgerechte und wirtschaftlich vertretbare Lösung zu finden.“

Details zum Strukturprogramm von Georg Fischer entnehmen Sie bitte der Medienmitteilung vom 28.5.2009.

Diese Medienmitteilung bieten wir neben Deutsch auch auf Französisch und Italienisch an:


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Kontakt

Beat Römer
Leiter Externe Kommunikation
Georg Fischer AG
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Schweiz

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